Discounter Lidl eröffnet Schnäppchen-PC-Reigen
Wie schon im November bietet die Lebensmittelkette Lidl ab dem kommenden Mittwoch wieder einen PC mit DVD-Brenner, Athlon-XP-Prozessor und ATI-Radeon-Grafikkarte an.
Wie schon im November bietet die Lebensmittelkette Lidl ab dem kommenden Mittwoch wieder einen PC mit DVD-Brenner, Athlon-XP-Prozessor und ATI-Radeon-Grafikkarte an. Der etwas besser ausgestattete Rechner kostet mit 1249 Euro diesmal 50 Euro weniger. Lidl verkauft den PC ab Mittwoch nur in nördlichen und östlichen Teilen Deutschlands, wobei auch nicht alle Filialen in Hessen und Nordrhein-Westfalen berücksichtigt werden sollen; über Details informiert die Lidl-Webseite.
Der zur Soester Actebis-Gruppe (Actebis, Peacock) gehörende Hersteller Targa liefert den Targa Visionary 2600+ Multimedia PC, auf der Hersteller-Webseite sind auch detaillierte Spezifikationen zu finden. Auf einem OEM-Mainboard von Asus (A7N8X) mit nForce2-Chipsatz von Nvidia arbeitet demnach ein AMD Athlon XP 2600+ (FSB333, interne Taktfrequenz 2,083 GHz), unterstützt von 256 MByte PC2700-Speicher (DDR333). Die Grafikausgabe übernimmt eine Karte mit dem ATI Radeon 9500 (Atlantis High Speed Edition mit 128 MByte RAM), die einen analogen und einen DVI-I-Port für zwei Monitore sowie einen TV-Ausgang hat. Eine TV-Karte kümmert sich um Fernseh- und Radioempfang.
Zwei optische Laufwerke von Toshiba sind eingebaut: Ein 16X-DVD-ROM-Leser, der CD-ROMs mit 48X-Geschwindigkeit liest sowie ein DVD-RW-Brenner. Dieser beschreibt DVD-R-Medien in doppelter und wiederbeschreibbare DVD-RW-Scheiben in einfacher Geschwindigkeit, CD-R-Rohlinge mit 16X und CD-RW-Medien mit 10X. Außer einem Floppy-Laufwerk sitzen auf der Frontplatte auch ein 6in1-Speicherkarten-Lesegerät (CompactFlash, MemoryStick, Secure Digital, MultiMedia, SmartMedia und IBM Microdrive) sowie zwei USB-2.0-Ports, eine FireWire- (IEEE-1394-)Buchse, S-Video- und Composite-Eingänge für analoge Videoquellen und Audio-Klinkenbuchsen (Mikrofon, Line-Out, Line-In).
Der nForce2-Chipsatz enthält einen 5.1-Audioprozessor mit analogen und digitalen (SPDIF-)Aus- und Eingängen (an der PC-Rückseite) sowie einen LAN-Adapter. Außerdem hat Targa ein analoges Modem eingebaut. Die 120-GByte-Festplatte von Western Digital dreht mit 7200 Touren. Als Beilage finden sich noch eine kabellose Tastatur und eine kabellose Rädchen-Maus von Typhoon.
Als wesentliche Unterschiede zum Vorgängermodell verwendet Targa nun eine Grafikkarte mit breiterer Speicheranbindung (256 statt 128 Bit) und einen besseren Prozessorkühler, den EKL Blade XP. Das Netzteil soll geräuscharm sein.
Auf dem Rechner läuft Windows XP Home Edition, doch anstelle der Microsoft-Software Works gibt es diesmal StarOffice 6.0. Als Software-DVD-Video-Decoder liegt PowerDVD 4.0 von Cyberlink bei, vom gleichen Hersteller kommt PowerVCR II. Dieses Programm zeichnet von der TV-Karte gelieferte Daten auf und beherrscht auch Time-Shifting, also die zeitversetzte Wiedergabe. VOB InstantCD/DVD dient als CD- und DVD-Brennprogramm. Auch Video-Bearbeitungsprogramme sind beigepackt, etwa Pinnacle Studio 8.3 und Hollywood FX for Studio. Targa bietet 24 Monate Garantie, Vor-Ort-Service und kostenlose Hotline.
Mit seiner Hardware-Kombination ist der Lidl-Rechner im Vergleich zu aktuellen Angeboten etwa von Dell, MediaMarkt oder Vobis tatsächlich recht preiswert. Die Ausgabe der knapp 1250 Euro lohnt sich jedoch -- wie immer -- nur dann, wenn man alle eingebauten Funktionen wirklich benutzen möchte. Weniger umfangreich ausgestattete Discount-Rechner sind oft um ein Drittel günstiger zu haben, kleinere Händler bieten für einfache Aufgaben ausreichende Systeme schon für den halben Preis an. Und für ganz simple Rechner reichen rund 300 Euro aus.
In den nächsten Wochen werden wieder eine ganze Reihe Schnäppchen-Rechner bei den üblichen Verdächtigen wie Aldi, Plus, Norma oder auch den Elektronik-Fachmärkten erwartet; seit einigen Jahren gibt Aldi mit seinen Medion-PC-Angeboten, die jeweils im November und März erscheinen, diesen Rhythmus vor. (ciw)