Apple nennt Angestellten als Verantwortlichen für Vorabveröffentlichung zu neuen Macs

Apples seit Anfang August laufende Ermittlungen gegen einen Unbekannten, der vorab Informationen zu neuen Produkten veröffentlicht hatte, zeigen ein erstes Ergebnis: Das Unternehmen benannte einen Angestellten als den mutmaßlichen Täter.

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Von
  • Christoph Laue

Apples Suche nach den Verantwortlichen im Fall der Vorabveröffentlichung von vertraulichen Produktinformationen hat zu einem ersten Ergebnis geführt: Das Unternehmen benannte einen Firmenangehörigen als den mutmaßlichen Täter.

Dem verdächtigten Mitarbeiter wird vorgeworfen, unter dem Pseudonym “worker bee” vertrauliche Informationen zu neuen Apple-Produkten in Newsgroups und auf verschiedenen Websites veröffentlicht zu haben, so zum Beispiel Details über die neue Pro Mouse und die Mehrprozessor-Macs. Auch über ein weiteres Produkt, das Apple angeblich demnächst vorstellen will, soll “worker bee” Informationen an die Öffentlichkeit getragen haben.

Die im Vorfeld der MacWorld Expo aufgetauchten Bilder und Beschreibungen neuer Produkte hatten Apple zu einer Klage gegen Unbekannt bewegt. Im Verlauf der Ermittlungen war eine richterliche Aufforderung an Yahoo ergangen, alle verfügbaren Daten über den als “worker bee” registrierten Benutzer herauszugeben.

Bei Apple hält man die Beteiligung weiterer Personen für wahrscheinlich. Daher richten sich die Untersuchungen jetzt auf die Feststellung der mutmaßlichen Mittäter.

Zugang zu den fraglichen Produktspezifikationen hätten laut Apple nur Angestellte, die bei ihrer Einstellung zur Wahrung des Betriebsgeheimnisses verpflichtet worden seien, gehabt. Ein Apple-Sprecher sagte dazu: “Der Schutz von Apples Werkgeheimnissen ist unglaublich wichtig für unseren Erfolg. Wir werden deshalb alle gesetzlichen Mittel ausschöpfen, um sicher zu stellen, dass die Geheimhaltung unseres geistigen Eigentums nicht verletzt wird”. (chl)