Klimawandel: Die Hypothek der Industrienationen

In Paris verhandeln die Staats- und Regierungschefs der Welt über neue Reduktionsziele für Treibhausgase. Bei den jährlichen Emissionen liegt China mittlerweile ganz vorn, doch reiche Länder gefährden das Weltklima schon viel länger.

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Klimawandel: Die Hypothek der Industrienationen

(Bild: Alisdare Hickson / Flickr / cc-by-sa-2.0)

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Von
  • Sascha Mattke

Schnell wachsende Schwellenländer wie China gehören mittlerweile zu den größten Emittenten von Treibhausgasen, doch diese Betrachtung lässt einen wichtigen Umstand außer Acht, wie Technology Review online in „Warum die Industrienationen mehr tun müssen“ berichtet: Lange bevor die Emissionen in Schwellenländern zu steigen begannen, haben reichere Staaten schon große Mengen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Für den Großteil des heute in der Atmosphäre vorhandenen Kohlendioxids sind deshalb die USA und die Europäische Union verantwortlich.

Für die Zukunft des Weltklimas kommt es darauf an, wie sich die kumulative Gesamtmenge an emittiertem Kohlendioxid entwickelt, denn seine Auswirkungen halten über Jahrhunderte an. Laut dem Intergovernmental Panel on Climate Change muss die Gesamtmenge des seit dem Beginn der Industriellen Revolution ausgestoßenen Kohlendioxids bei unter einer Billion Tonnen bleiben, um eine globale Erwärmung um mehr als 2 Grad zu verhindern.

Bis 2011 war bereits die Hälfte dieser Menge emittiert, berichtete das Gremium weiter. Deutlich mehr als die Hälfte davon stammte aus den reichen Staaten des Westens. China als der heute größte Treibhausgas-Emittent der Welt liegt bei der Gesamtmenge dagegen noch weit hinter diesen alten Industrienationen zurück.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)