US-Verkehrsministerium sucht die smarteste City

In 30 Jahren könnte die Verkehrsinfrastruktur dem Bevölkerungswachstum in den Städten und anderen Herausforderungen nicht mehr gewachsen sein. Die US-Regierung sucht daher in einem Städtewettbewerb nach Konzepten.

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US-Verkehrsministerium sucht die smarteste City

(Bild: transportation.gov)

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Das US-amerikanische Verkehrsministerium geht davon aus, dass der Straßenverkehr in den Städten künftig zunehmenden Belastungen ausgesetzt sein wird. Angesichts eines für 2045 prognostizierten Bevölkerungswachstums von 70 Millionen auf dann 390 Millionen Einwohner bräuchten insbesondere mittelgroße Städte neue Infrastruktur, um den Herausforderungen gewachsen zu sein. Vor diesem Hintergrund hat das US Department of Transportation (DoT) einen Wettbewerb um die "smarteste Stadt" ausgeschrieben.

Bewerben können sich bis zum 7. Februar Städte in der Größe von 200.000 bis 850.000 Einwohnern mit Konzepten für einen besser organisierten Verkehr und Gütertransport. Die Siegerstadt soll mit bis zu 50 Millionen US-Dollar gefördert werden. Davon stammen 10 Millionen von dem US-Unternehmen Vulcan des Microsoft-Mitgründern Paul Allen, die eigens dafür gedacht sind, Konzepte zur Elektromobilität umzusetzen.

"Im 19. Jahrhundert haben wir den Eriekanal gebaut und die transkontinentale Eisenbahn", heiĂźt es in der BroschĂĽre zum Wettbewerb. "Im vorigen Jahrhundert wurden der Panamakanal und das Highway-Netz fertiggestellt. Wir haben den Weltstandard im GĂĽterverkehr zu Land und zu Wasser gesetzt. Doch diese FĂĽhrung haben wir verloren. Der Zustand unserer StraĂźen beispielsweise ist nicht mehr erstrangig, sondern auf Platz Nummer 16."

Neben dem Bevölkerungswachstum geht das DoT davon aus, dass bis 2050 rund 75 Prozent der US-Bevölkerung in den großen Ballungsräumen leben und die Landbevölkerung stetig abnehmen werde. Neben solchen demografischen Entwicklungen führt das Ministerium aus, es könne davon ausgegangen werden, dass die Kapazität der Pipelines für den Transport nicht ausreiche und immer mehr Öl auf der Schiene bewegt werden müsse. Neben technischen Ansätzen geht es dem Ministerium auch darum, dass in den Konzepten nach Lösungen gesucht wird, wie der Umbau der Infrastruktur finanziert werden kann. (anw)