3D-Spiele mit AGP schneller?
Die meisten Grafikkarten werden heutzutage mit AGP-Stecker verkauft, einige Modelle sind auch in einer PCI-Version erhältlich. Ich möchte eine PCI-Grafikkarte verwenden, um den AGP-Slot freizuhalten. Muß ich in diesem Fall mit Performance-Einbußen bei 3D-Spielen rechnen?
Die meisten Grafikkarten werden heutzutage mit AGP-Stecker verkauft, einige Modelle sind auch in einer PCI-Version erhältlich. Ich möchte eine PCI-Grafikkarte verwenden, um den AGP-Slot freizuhalten. Muß ich in diesem Fall mit Performance-Einbußen bei 3D-Spielen rechnen?
Auf einem K6-2-System ist eine PCI-Grafikkarte bei 3D-Spielen allenfalls um etwa zwei bis vier Prozent langsamer; beim Pentium II dürfte der Unterschied zwischen fünf Prozent (Pentium-II-266) und maximal acht bis zehn Prozent (Pentium-II-450) liegen. Verwendet das Spiel hohe Auflösungen oder TrueColor-Rendering, sinkt der Unterschied selbst auf einem 450-MHz-Pentium-II auf wenige Prozent oder verschwindet ganz. Hier spielt nur die Pixel-Füllrate der Grafikkarte eine Rolle. Anders sieht es aus, wenn Spiele große Texturmengen benutzen und die Grafikkarte während des Spiels Texturen aus- und einlagern muß (Swapping). Dann ist eine vollwertige AGP-Grafikkarte deutlich im Vorteil (20 bis 50 Prozent), da sie den Hauptspeicher als Textur-Speicher mitverwenden kann und nicht swappen muß. Zu diesen zählen Karten mit Chips von nVidia, ATI, Matrox und S3. Der Banshee von 3Dfx ist dazu auch als AGP-Karte nicht in der Lage, da ihm die nötigen AGP-Funktionen fehlen. Die große Masse der heute gängigen 3D-Spiele verwendet nur wenige Megabyte Texturen pro Level, womit 16-MByte-Grafikkarten in der Regel klarkommen, sofern man auf Triple-Buffering verzichtet. Der Trend geht aber zu immer komplexeren Szenen mit immer mehr und höher aufgelösten Texturen. Bis zum Ende des Jahres kann man damit rechnen, daß einzelne Spiele pro Level 5 oder gar 20 MByte für Texturen aufwenden. Bis zum Ende des Jahres erwartet man erste Spiele mit 5 oder gar 20 MByte Texturen pro Level. (Manfred Bertuch/ea) (ea)