"Moderner Staat" mit E-Government und virtuellen Rathäusern

Auf der Kongressmesse "Moderner Staat" diskutieren Referenten aus Industrie, Politik und Verwaltung den Einsatzes von IT-Technik in Politik und Verwaltung.

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  • dpa

Umständliche Behördengänge, langes Warten auf den Sachbearbeiter und eingeschränkte Öffnungszeiten sollen schon bald der Vergangenheit angehören. Künftig soll der Bürger sein Rathaus immer mehr virtuell besuchen können – vorausgesetzt, er ist an die moderne Kommunikationswelt des Internet angeschlossen. Das "virtuelle Rathaus" sei das Thema der Zukunft, versicherte der Vorstandssprecher des Verbandes für kommunales Management (KGSt), Hans-Joachim Hilbertz, zur Eröffnung der Kongressmesse Moderner Staat heute in Berlin.

Als wichtigste Voraussetzung für den virtuellen Behördengang bezeichnete die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Brigitte Zypries, die digitale Signatur. Zypries hat die Schirmherrschaft des Kongresses übernommen. Ein modernisiertes und an die Vorgaben der Europäische Union angepasstes Gesetz zur digitalen Signatur soll im nächsten Jahr in Kraft treten. Zypries forderte die Wirtschaft auf, die unterschiedlichen Systeme, mit denen eine digitale Signatur realisiert werden kann, zu vereinheitlichen.

In einer Reihe von Kommunen wie beispielsweise Bremen, Nürnberg, Fürth, Nürtingen oder Esslingen gebe es bereits erste Versuche mit einem virtuellen Rathaus. Das elektronische Dienstleistungsangebot soll nach Worten von Zypries aber nur ergänzend angeboten werden, alle Behördengänge sollen auch weiterhin traditionell erledigt werden können.

Auf der Messe, die noch bis morgen dauert, diskutieren Vertreter aus Industrie, Politik und Verwaltung über Möglichkeiten des Einsatzes von moderner Informations- und Kommunikationstechnik in Politik und Verwaltung. Rund 100 Aussteller präsentieren dazu Produkte und Lösungen aus der IT-Branche. (dpa) / (chr)