PDA-Hersteller Handspring profitiert vom Weihnachtsgeschäft
Handspring konnte überraschend viele elektronische Organizer absetzen und machte weniger Verluste als erwartet.
Während die PC-Branche über das flaue Geschäft zum Ende des Jahres 2000 jammert und Intel bereits für die ersten Monate 2001 die Umsatprognosen in dunklen Farben malte, kann Handspring, Spezialist für elektronische Organizer, auf erfolgreiche Geschäfte zurückblicken. So erfolgreich, dass man angesichts überraschend guter Verkäufe sogar die Erwartungen der Börse weit übertreffen konnte.
Zwar schreibt Handspring, bekannt vor allem für seinen PDA Visor, immer noch rote Zahlen, bleibt aber weit unter den Prognosen. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs machte Handspring einen Verlust (ohne Sonderausgaben) von 7 Millionen US-Dollar oder 7 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 115,6 Millionen US-Dollar. Im gleichen Quartal des Vorjahrs lag der Umsatz bei 15,8 Millionen US-Dollar und der Verlust bei 3,84 Millionen US-Dollar. Die Voraussagen für das abgeschlossene Quartal des laufenden Jahres beliefen sich auf einen Verlust von 16 Cents pro Aktie und Umsätze von 95 bis 105 Millionen US-Dollar.
Die guten Ergebnisse führt Handspring vor allem auf ein ausgezeichnetes Weihnachtsgeschäft zurück: "Die Feiertags-Saison kam etwas spät, aber sie brachte große Begeisterung", meinte Handspring-Chefin Donna Dubinsky auf der Bilanzpressekonferenz. Durch den Einstieg in den Markt für Highend-PDAs mit Palm OS, den bislang Palm fast für sich allein hatte, erhöhten sich zudem die Margen leicht auf 31,4 Prozent. Für das laufende Quartal erhöhte der PDA-Hersteller seine Umsatzprognosen auf 117 Millionen bis 123 Millionen US-Dollar, nachdem er zuvor davon ausgegangen war, der Umsatz könnte unter 100 Millionen US-Dollar liegen.
Den Vorteil, den Handspring durch den Springboard-Slot zur Erweiterung der PDAs hat, sieht Dubinsky auch nicht durch die Einführung des Slot für SD-Cards durch Palm in Gefahr. SD sei gut für Speicherkarten, meinte sie. Wenn man mehr wolle, sei der Slot nicht gut genug. (jk)