Google lässt sich Drohnen-Notrufsäule patentieren
Google hat sich ein Patent für ein System gesichert, bei der Menschen in medizinischen Notsituationen Drohnen zu Hilfe rufen können.
Abbildung aus dem Patent
Menschen in medizinischen Notfallsituationen könnten womöglich bald unbemannte Fluggeräte zu Hilfe kommen. An einem System dafür arbeitet offenbar Google, wie aus einem nun erteilten Patent geschlossen werden kann. In dem Patent 9,307,383 geht es um eine Art Notrufsäule, an der möglichst schnell auf einfache Weise geeignete Hilfe gerufen werden soll. Anschließend werde eine Drohne dorthin in Bewegung gesetzt, geht aus der Patentschrift hervor. Diese hätte dann ein Gerät wie einen Defibrillator oder Inhalator oder Medikamente wie Insulin und Adrenalin an Bord.
Für gewöhnlich wird in lebensbedrohlichen Situationen wie einem Herzanfall oder einem anaphylaktischen Schock per Telefon der Notarzt gerufen, ein eventuell verfügbares Gerät wie in Defibrillator oder ein Erste-Hilfe-Kasten genutzt. Doch dabei könne zu viel Zeit verstreichen oder sie seien nicht immer verfügbar, schreiben die Erfinder. Geräte wie Defibrillatoren kosteten zudem in Anschaffung und Wartung Geld.
Der von Google erdachte Notruf-Kasten ist mit einem Deckel versehen, der sich auf Knopfdruck öffnet. Dann kommt ein Feld mit Schaltern zum Vorschein, die je nach medizinischem Bedarf gedrückt werden sollen. Daraufhin startet von einem zentralen eine Drohne mit den jeweils benötigten Geräte oder Medikamenten und fliegt automatisch zum Notfallort. Außerdem befindet sich in dem Kasten ein Display, auf dem Anweisungen für die erste Hilfe angezeigt werden können. Denkbar sei auch, dass der Kasten eine Gegensprechanlage enthält oder auch ein Touchscreen zur Bedienung und Anzeige. (anw)