Neue Spekulationen um Intel-Modem fürs iPhone

Qualcomm geht davon aus, dass ein Großkunde Aufträge an die Konkurrenz vergibt – dies hat erneut Spekulationen ausgelöst, Apple werde für das iPhone-Baseband künftig mit Intel zusammenarbeiten.

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iPhone 6

(Bild: dpa, Christoph Schmidt)

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Qualcomm-Chef Steve Mollenkopf hat nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen gewarnt, der Konzern werde voraussichtlich Aufträge eines Großkunden an einen Konkurrenten verlieren. Analysten vermuten, dass mit dem nicht näher genannten Kunden Apple gemeint ist, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Der iPhone-Hersteller gilt neben Samsung als der größte Kunde des Chip-Herstellers – und der südkoreanische Smartphone-Hersteller beziehe Funkchips bereits von weiteren Zulieferern. Das iPhone-Modem stammt bislang ausschließlich von Qualcomm.

Als möglichen Partner für das iPhone-Baseband sehen Analysten weiterhin Intel. Seit längerem wird spekuliert, dass der Chip-Hersteller sich um einen Apple-Auftrag für ein LTE-Modem bemüht. Der iPhone-Hersteller sei für das iPhone 6s an Intels Modem-Reihe XMM interessiert, hieß es im vergangenen Jahr – im aktuellen iPhone steckt mit dem MDM9635 allerdings weiterhin ein Qualcomm-Chip.

Apple erwägt wahrscheinlich auch, ein hauseigenes iPhone-Baseband zu entwickeln, entsprechende Berichte gibt es bereits seit gut zwei Jahren. Der Konzern hat das Chip-Design und Anpassungen für wichtige iPhone-Komponenten wie Prozessor und GPU in den vergangenen Jahren zusehends selbst übernommen. (lbe)