Feste Namen fĂĽr Schnittstellen

Seit ich Suse Linux 9.3 installiert habe, wechselt die Bezeichnung ethX der beiden Netzwerkkarten gelegentlich beim Booten. Das ist lästig, weil ich manchmal eine Schnittstelle per Skript umkonfigurieren muss. Wie bekomme ich eine konstante Zuordnung zwischen Karte und Bezeichnung?

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Seit ich Suse Linux 9.3 installiert habe, wechselt die Bezeichnung ethX der beiden Netzwerkkarten gelegentlich beim Booten. Das ist lästig, weil ich manchmal eine Schnittstelle per Skript umkonfigurieren muss. Wie bekomme ich eine konstante Zuordnung zwischen Karte und Bezeichnung?

Den Ethernet-Schnittstellen kann man mit einer Option in ihren Konfigurationsdateien einen bleibenden Namen (Persistent Name) verpassen. Weil der Editor für sysconfig-Dateien in Yast derzeit keine neuen Parameter hinzufügen kann, editiert man die zur Ethernet-Karte gehörende Datei ifcfg-eth-id-xxx in /etc/sysconfig/network beim ersten Mal von Hand. Anschließend zeigt der sysconfig-Editor den neuen Parameter an.

xxx steht dabei für die Ethernet-Adresse (MAC) der Netzwerkkarte, eine Folge von sechs Bytes in Hex-Darstellung, die man einem Etikett an der Karte oder der Ausgabe des Befehls ifconfig entnehmen kann. Die Datei heißt vollständig beispielsweise ifcfg-eth-id-00:0e:0c:6c:ba:4c. Der zusätzliche Eintrag kommt in eine neue Zeile:

PERSISTENT_NAME=’test’

Dabei sind Kernel-Bezeichnungen tabu, etwa ethX, trX, wlanX, tunX, pppX oder sitX. Günstiger ist ein beschreibender Name wie netX, extern oder dmz. Nachteilig ist, dass noch nicht alle Netzwerk-Tools mit Persistent Names umgehen können. Beispielsweise ignoriert iptraf Schnittstellen mit geänderten Namen, ethereal und tcpdump erkennen sie jedoch. (ea)