Video ohne Trauerrand
Ich habe auf meinem SAT-Receiver einen Spielfilm aufgenommen, der in 4:3-Letterbox gesendet wurde, möchte ihn aber so auf DVD brennen, dass ich ihn auf meinem 16:9-Plasmafernseher möglichst ohne die schwarzen Balken anschauen kann. Wie geht das?
Ich habe auf meinem SAT-Receiver einen Spielfilm aufgenommen, der in 4:3-Letterbox gesendet wurde, möchte ihn aber so auf DVD brennen, dass ich ihn auf meinem 16:9-Plasmafernseher möglichst ohne die schwarzen Balken anschauen kann. Wie geht das?
Um verzerrungsfreie Bilder zu bekommen, müssen Sie ein 16:9-Bild aus dem 4:3-Format ausschneiden. Unabhängig von der Bildbreite (die bei DVB beispielsweise 720, 704, 512, 480 oder 352 Bildpunkte betragen kann), ist ein PAL-Bild immer 576 Pixel hoch. Ein als 4:3-Letterbox ausgestrahlter Film zeigt im Vollbild 720 x 576 nichtquadratische Pixel. Die Bildhöhe eines in dieses Format mit Hilfe schwarzer Balken eingepassten 16:9-Spielfilms beträgt demnach rechnerisch 720 · 9/16 = 405 Bildpunkte. Diesen Wert rundet man üblicherweise auf eine durch acht teilbare Zahl, hier 400. Die Zielgröße beträgt somit 720 x 400, das entspricht einem Seitenverhältnis von 1,8:1. Das bedeutet, dass Sie das Quellformat insgesamt um 576 - 400 = 176 Bildpunkte beschneiden müssen, oben und unten um je 88. Anschließend strecken Sie den Film wieder auf 720 x 576 Pixel und können ihn ohne schwarze Balken auf Ihrem Plasmaschirm genießen.
Die Vorverarbeitung erledigt beispielsweise das kostenlose Skript-Videotool Avisynth (siehe Soft-Link). Die notwendigen Befehle lauten:
DirectShowSource("Quellvideo.mpg")
Crop(0,88,0,-88) # links, oben, rechts, unten
LanczosResize(720,576)
Danach legen Sie mit dem DVD-Authoring-Programm Ihrer Wahl ein neues DVD-Projekt in 16:9 an, laden das Video hinein und lassen den Codec seine Arbeit verrichten.
Wenn Sie das Quellvideo mittels DirectShowSource laden, macht Avisynth aus der vorhandenen Soundspur Stereo-PCM. Hat das Quellvideo AC3-Ton in 5.1 und Sie wollen das beibehalten, mĂĽssen Sie zuerst Bild und Ton voneinander trennen und im DVD-Authoringprogramm wieder zusammenfĂĽgen. Eine ausfĂĽhrliche EinfĂĽhrung in die Arbeit mit Avisynth liefert c't 8/06 ab S. 190.