Powerline nicht fürs Büro
Leider haben Sie im Beitrag „Steckdosen-Netz“ (c't 10/07) nichts zum Thema Powerline in einer Büroumgebung gesagt, alles war ausschließlich auf den Home(-Office)-Bereich bezogen. Ich stehe vor der Aufgabe, demnächst ein neues Büro für etwa 30 Mitarbeiter auszustatten. Als langjähriger EDVler bin ich ein Verfechter des CAT6-Kabels, mein Chef will aus Kostengründen „Ethernet over Powerline“. Können Sie mir eine Argumentationshilfe geben?
Leider haben Sie im Beitrag „Steckdosen-Netz“ (c't 10/07) nichts zum Thema Powerline in einer Büroumgebung gesagt, alles war ausschließlich auf den Home(-Office)-Bereich bezogen. Ich stehe vor der Aufgabe, demnächst ein neues Büro für etwa 30 Mitarbeiter auszustatten. Als langjähriger EDVler bin ich ein Verfechter des CAT6-Kabels, mein Chef will aus Kostengründen „Ethernet over Powerline“. Können Sie mir eine Argumentationshilfe geben?
In früheren Artikeln zu Powerline-Adaptern haben wir auch die Performance in den Redaktionsräumen untersucht und dabei festgestellt, dass es in unserem ausgedehnten Bürogebäude wegen der langen 230-V-Kabelstränge und geringer Kopplung zwischen den Phasen nur sehr schlecht funktioniert. Die ersten 200-MBit/s-Adapter (siehe c't 18/06) brachten nur an fünf oder sechs von 30 willkürlich gewählten Steckdosen überhaupt eine Verbindung zustande. Die war jedoch so langsam, dass wir auf eine genauere Untersuchung verzichteten. Das kann je nach vorhandener Elektroinstallation bei Ihnen besser oder schlechter aussehen. Der Anbieter Devolo propagiert sein dLAN übrigens ausdrücklich fürs Heimnetzwerk. Die industriellen dLAN-Produkte richten sich an Nischenanwendungen. Gegen die Power-Line-Communication (PLC) im Büro spricht auch schon, dass sich alle Geräte die magere Bandbreite teilen (Shared Medium). Legen Sie lieber CAT5e- oder CAT6-Kabel, das genügt selbst für Gigabit-Ethernet zu den Arbeitsplätzen. (ea) (ea)