Watson Ads: Nutzer sollen sich mit der Werbung austauschen
Wer wieder einmal nicht weiß, was er zum Abendessen kochen soll, kann künftig einfach direkt die Werbung konsultieren. IBMs Watson liefert dem Kunden maßgeschneiderte Antworten.
(Bild: dpa, Caroline Seidel)
Liebe Werbung, was soll ich heute Abend kochen? So oder so ähnlich stellen sich IBM und die Tochterfirma The Weather Company die Zukunft der Reklame mit dem KI-System Watson vor. Statt Nutzern bloß einen im besten Fall drögen Spot vorzusetzen, soll Werbung interaktiv sein. Anwender sollen so ihre Fragen per getippten oder gesprochenen Nachrichten übermitteln, Watson Ads antwortet. Dabei verlässt sich der Rechner nicht auf vorgegebene Routinen, sondern analysiert die Vorlieben des Gegenübers, lernt von seinem Verhalten und beachtet auch externe Faktoren wie das Wetter.
Nachrichten an die Werbung
Laut der Pressemitteilung des Unternehmens ergeben sich vor allem für Werbetreibende Vorteile. Ihre Marken sollen besser zu erkennen sein, kreative Strategien ließen sich optimieren, das Marketing könne Daten effektiver nutzen. Im neu gegründeten Watson Ads Council soll die Werbebranche mit IBM gemeinsam an Fortschritten der KI-Reklame arbeiten. Auf der anderen Seite könne der Kunde eine informierte Entscheidung treffen und seine Einkaufserfahrung sei ebenfalls besser.
Noch beschränkt sich Watson Ads auf Angebote von The Weather Company. Doch für die Zukunft kann sich IBM vorstellen, KI-Werbung ebenfalls generell im Fernsehen, vernetzten Autos, sozialen Netzwerken und anderen Bereichen einzusetzen. Drei Firmen hat der Konzern für den Start des Systems gewonnen: Unilever, GSK Consumer Healthcare – und die Campbell Soup Company. Da steht für Chef Watson ja bereits fest, welche Zutaten definitiv in die Suppe für das Abendessen müssen. (fo)