Telekom-Chef wünscht Programmiersprachen in Schulen und mehr Freiheit für Big Data
Die Digitalisierung wird nach Einschätzung des Telekom-Chefs viele hochqualifizierte Arbeitsplätze bedrohen. Die Ausbildung an Schulen und Universitäten passe nicht dazu, sagte Tim Höttges in einem Interview.
Telekom-Vorstandsvorsitzender Tim Höttges
(Bild: dpa / Marius Becker)
Telekom-Chef Tim Höttges fordert Reformen im Schulsystem. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte er: "Programmiersprachen gehören in die Lehrpläne. Sie sind mindestens genauso wichtig wie Multiplizieren, Lesen und Fremdsprachen".
Die Digitalisierung wird nach Höttges' Einschätzung viele hochqualifizierte Arbeitsplätze bedrohen. Die Ausbildung an Schulen und Universitäten passe nicht dazu. "Weil Maschinen die Routinen erledigen werden, müssen Schüler lernen, Neues zu schaffen." Einfallsreichtum statt Auswendiglernen sei gefragt.
Auch wünscht sich der Telekom-Chef mehr Freiräume, Massendaten auswerten zu können. Für ihn ist Big Data "das Ende der Theorie. Wir können die Welt in Echtzeit vermessen und auswerten". Datenschutz und die digitale Souveränität müssten dabei jedoch respektiert werden. Für die Auswertung besonders sensibler Daten sprach sich Höttges für eine "Art Digital-Ethikkommission" aus. (anw)