Im Crowdfunding: Lasercutter mit bis zu 100 Watt Leistung

Es muss nicht immer 3D-Druck sein – bei größeren Objekten kommt man mit einem Lasercutter oft deutlich schneller ans Ziel. Ein niederländisches Start-up wagt sich mit drei ausgewachsenen Geräten auf Kickstarter.

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Im Crowdfunding: Lasercutter mit bis zu 100 Watt Leistung

Das ist der groĂźe: Den FAB100 konnte man in voller Pracht bereits auf der Maker Faire Hannover 2016 inspizieren.

(Bild: Philip Steffan)

Lesezeit: 3 Min.

Gleich mit drei verschiedenen Lasercutter-Modellen wagt sich die niederländische Firma FabCreator ins Crowdfunding: Auf der Plattform Kickstarter kann man sich an der Finanzierung der drei Modelle FABKit, FAB40 und FAB100 beteiligen. Bei den letzteren beiden Geräten handelt es sich um fertige Maschinen, bei denen die Zahl für die Energie des Lasers in Watt steht. Der FABKit hingegen kommt als Bausatz, der sich mit einem Laser von maximal 40 Watt ausstatten lässt.

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Zuerst zu den großen Maschinen: Die Arbeitsfläche des FAB40 beträgt 80 cm × 40 cm und sein 40-Watt-Laser soll MDF bis 6 Millimeter Stärke und Acrylglas bis 8 Millimeter schneiden können. Der FAB100 schafft mit 100 Watt Leistung laut Hersteller auch 10 mm MDF und 18 mm Acryl (das muss man allerdings erst mal irgendwo bekommen). Die Arbeitsfläche der großen Maschine beträgt satte 140 cm × 80 cm – wie groß das tatsächlich ist, konnte man kürzlich auf der Maker Faire in Hannover live sehen, wo FabCreator mit einem Stand vertreten war und seine Maschinen zeigte (siehe Bild oben).

Kickstarter & Co.

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Einen FAB100 bekommt man im Rahmen der Kickstarter-Kampagne als Gegenleistung für 7000 Euro Investment, später soll er 15.500 Euro kosten – dafür ist das Angebot im Crowdfunding auf 20 Geräte dieses Typs beschränkt. Für einen FAB40 muss man zwischen 4250 und 5500 Euro investieren, je nachdem, wie schnell man sich entscheidet. Im Gegenzug erhält man jeweils ein betriebsfertiges Klasse-1-Laser-Gerät inklusive allem nötigen Zubehör; als optionale Upgrades gibt es stärkere Kompressoren für die Luftzufuhr und größer dimensionierte Kühlmaschinen. Die Geräte sind WLAN-fähig und werden über einen Touchscreen gesteuert. Im Inneren arbeitet ein Raspberry Pi 3.

Beim FABKit ist vieles anders. Nicht nur, dass man seinen Lasercutter dabei selbst zusammenbauen muss – der Bausatz enthält zunächst auch noch keine Laser-Einheit, sodass man das Gerät nach den eigenen Vorstellungen bestücken kann. Den nackten Bausatz gibt es als Gegenleistung für ein Investment ab 1650 Euro. Optional kommen dann nochmal 950 Euro für ein Paket aus 40-Watt-Laser, Kühler und Kompressor hinzu, das es auch noch in einer Variante für 1375 Euro gibt. Die Arbeitsfläche ist beim FABKit mit 60 cm × 40 cm etwas kleiner als beim FAB40, da beide aber mit demselben Laser ausgestattet sind (jedenfalls, wenn man das Paket des Herstellers hinzukauft), soll er identische Materialstärken bewältigen können. Statt einem Raspi arbeitet im Inneren des Bausatz-Cutters ein SmoothieBoard, die Schnittvorlagen speist man über SD-Karte ein.

Zusätzlich zu den Cutter-Preisen muss man bei allen drei Geräten noch die Kosten für eine Absaugung einkalkulieren, die die potenziell gesundheitsschädlichen Verbrennungsrückstände beim Lasern abtransportiert und gegebenenfalls auch die Abluft filtert. Die Preise für passende Komponenten reichen laut FABCreator von 250 bis 4500 Euro. Bei all diesen Preisen ist klar, dass die jetzt angebotenen Maschinen in einer ganz anderen Liga spielen als etwa der Mr. Beam II – das gilt aber auch für die Arbeitsflächengröße und die Schnittleistung.

(pek)