1 Dollar pro Watt Sonnenstrom absehbar
Ein renommiertes Marktforschungsinstitut glaubt, dass ein wichtiger Meilenstein der Solarbranche bald genommen wird.
(Bild: Christine / Flickr / cc-by-sa-2.0)
Es gilt als zentrales Ziel vieler Forschungsbemühungen im Bereich erneuerbarer Energieformen: In absehbarer Zeit soll der Preis installierter Solarleistung auf einen US-Dollar pro Watt sinken. Nun glaubt die bekannte Marktforschungsgesellschaft GTM Research, dass dieser Wert bereits bis 2020 erreicht werden könnte, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Der Solar-Meilenstein kommt in Sicht").
Die Marke von unter einem Dollar ist auch das Ziel der sogenannten SunShot-Initiative des US-Energieministeriums, die – in Erinnerung an die Mondlandung – einen breiten Ausbau der Solarenergie mit hohem Mittelaufwand durchsetzen will.
Doch so schön der GTM-Report auch klingen mag, es gibt noch einige wichtige ungeklärte Probleme. Denn der Dollar pro installierter Solar-Watteinheit repräsentiert noch nicht die wahren Kosten. Der Wert steht für die Summe, die ein Solarinstallateur von einem Kraftwerksbetreiber oder einem Immobilienentwickler nehmen würde, um die Anlage zu errichten – es sind also Kapitalkosten für die Installation, nicht die Betriebskosten.
"Die wahren Kosten von Sonnenenergie hängen von zahlreichen Faktoren ab, die viel mit dem Aufbauort einer Anlage zu tun haben. Es ist schwer, das zu verallgemeinern", meint denn auch Benjamin Gallagher, Autor der GTM-Studie. Andrew Mills, Forscher für den Bereich Strommärkte am Lawrence Berkeley National Laboratory, hat hier auch Zahlen. Er glaubt, dass eine 1-Dollar-pro-Watt-Anlage je nach Umgebung zusätzliche Energiekosten in einer Höhe von rund sechs Cent pro Kilowattstunde verursachen kann. Das wäre vergleichbar mit den Kosten, die ein Erdgaskraftwerk im Betrieb verursacht – mit dem Unterschied, dass eine solche Anlage 24 Stunden am Tag laufen kann.
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(bsc)