US-Regierung sieht Erfolge im Kampf gegen den IS auf Twitter
Die Terrormiliz IS war auch dafür bekannt, äußerst erfolgreich auf sozialen Medien für ihre Ideologie zu werben. Auf Twitter ist es den USA inzwischen aber offenbar gelungen, die Terroristen deutlich zurückzudrängen.
(Bild: dpa, Frank Rumpenhorst)
Die Flut von Propaganda von IS-Terroristen auf Twitter ist in den vergangenen zwei Jahren um 45 Prozent zurückgegangen. Das behauptet zumindest die US-Regierung laut einem aktuellen Bericht der Nachrichtenagentur AP. Demnach sind die verantwortlichen US-Behörden überzeugt, die terroristische Propaganda effektiv genug kontern zu können. Auf Twitter werde der IS derzeit zurückgedrängt, nachdem die Gruppe dort äußerst erfolgreich agiert hatte. Anfängliche Schwierigkeiten seien inzwischen behoben.
Arabisch statt Englisch
Wie die Nachrichtenagentur erläutert, war von den zuständigen Stellen im September 2014 beschlossen worden, der Terrormiliz IS auch im Internet entgegenzutreten und deren Popularität in der arabischen Welt zu unterminieren. Anfangs sei das vor allem durch wenig effektive englische Inhalte versucht worden. Inzwischen würden aber fast nur noch arabischsprachige Inhalte erstellt, die von lokalen Verbündeten verbreitet würden. Das seien Regierungen, religiöse Führer oder Schulen. Hingewiesen werde auf die Verbrechen der Terroristen oder deren Unterdrückung gesellschaftlicher Gruppen wie etwa Frauen.
Unter anderem dadurch sei erreicht worden, dass Anti-IS-Inhalte inzwischen sechsmal häufiger auf Twitter zu sehen seien als IS-Propaganda. Wenn gegenwärtig ein Account entdeckt werde, der dem IS zugeordnet wird, habe der im Schnitt 300 Follower. 2014 habe diese Zahl noch bei 1500 gelegen. Twitter selbst hilft bei dem Vorgehen gegen den IS und hat bereits mehr als 125.000 Accounts gesperrt, weil sie in Verbindung zum IS stehen sollen. Dadurch sei es zwar auch möglich, dass IS-Unterstützer auf andere Plattformen gedrängt würden, die weniger gut zu überwachen seien. Dort sei ihr potenzielles Publikum aber viel kleiner.
Lesen Sie dazu auch auf heise online:
(mho)