Zweiter Monitor am MacBook

Mit großem Interesse habe ich den Artikel „Platz für alles“ (c't 9/09, S. 146]) gelesen. Ich würde gerne an mein Mac-Notebook einen zweiten externen Monitor anschließen. Funktioniert die im Artikel erwähnte DisplayLink-Technik auch unter Mac OS X?

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Von
  • Andreas Beier

Mit großem Interesse habe ich den Artikel „Platz für alles“ (c't 9/09, S. 146) gelesen. Ich würde gerne an mein Mac-Notebook einen zweiten externen Monitor anschließen. Funktioniert die im Artikel erwähnte DisplayLink-Technik auch unter Mac OS X?

Die Firma DisplayLink stellt auch Treiber für x86-Macs zum kostenlosen Download bereit. Damit lassen sich externe Monitore über USB-VGA- oder USB-DVI-Adapter an einen Apple-Rechner anschließen, aber auch TFT-Displays verwenden, die solch eine USB-Grafikkarte bereits integriert haben, etwa das Asus VW202B (dort heißt die Technik EzLink). Bis zu vier Monitore lassen sich derart über USB an einem Mac betreiben. Eine Liste passender Produkte finden Sie über den Link am Ende der Meldung.

Die maximale Bildschirmauflösung beträgt 1680 x 1050 Bildpunkte, ein geeignetes Display vorausgesetzt. Da die USB-2.0-Bandbreite von 480 MByte/s für die Übertragung dieser Pixelmassen zu gering ist, komprimiert der Treiber den Bildschirminhalt, ehe er ihn zum Adapter überträgt. Der dekomprimiert die Daten und stellt dann das Bild auf dem Monitor dar.

Das funktioniert umso besser, je mehr Rechenleistung der Mac hat. Auf einem Mac mini (1,83 GHz Core 2 Duo) konnten wir bei schnellen Mausbewegungen bereits ein feines Hoppeln des Mauszeigers ausmachen und Fenster ließen sich nicht flüssig bewegen. Das Scrollen von Fensterinhalten funktionierte aber zufriedenstellend. Wenn man das E-Mail-Programm ständig im Blick haben möchte oder häufig benutzte Werkzeugleisten vom Hauptmonitor fernhalten will, ist die Darstellungsgeschwindigkeit eines USB-Monitors aber durchaus ausreichend. Videos oder gar DVDs kann man nicht schauen. Ebenso versagt die Technik, wenn Hardware-beschleunigtes OpenGL zum Einsatz kommt, etwa bei Spielen, Quartz-Extreme-Effekten in Keynote-Präsentationen, iPhoto-Diashows oder Dashboard-Widgets.

www.ctmagazin.de/0910156 (adb)