Nvidia-SDK-Updates bringen Ray Traced VR und 360°-Livevideos

Neue SDKs und Ergänzungen der alten sollen beim durch die GPU beschleunigten Erstellen virtueller Welten helfen und den Umgang mit hoch aufgelösten Materialien erleichtern.

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Nvidia-SDK-Updates bringen Ray Traced VR und 360°-Livevideos
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Von
  • Julia Schmidt

Passend zur Siggraph 2016 hat Grafikprozessor-Hersteller Nvidia sein mehrere Entwicklerkits umfassendes SDK aktualisiert. Das Update bedient vor allem Entwickler aus dem Bereich Virtual Reality, denen nun unter anderem mit dem VRWorks 360 Video SDK zur Verfügung steht. Nvidia gibt an, damit eine Möglichkeit zum Zusammenfügen eines 360°-Videos aus 4k-Kamera-Rigs in Echtzeit anzubieten. Die hohe Geschwindigkeit soll durch den Einsatz der GPU beim Decodieren und Codieren, Materialabgleich, Kalibrieren und Zusammenfügen entstehen.

Eine weitere Option zum Erstellen virtueller Welten bietet Nvidias Iray SDK, bei dem Entwickler nun auch eine 360°-Kamera auswählen können, um mit dem Ray Tracer Szenen in der entsprechenden Ansicht zu generieren. Registrierte Developer haben zudem Zugriff auf das nun verfügbare Materials Definition Language (MDL) SDK, mit dem sich physikalische Prinzipien zugrunde legende Materialien in Rendering-Anwendungen integrieren lassen. Außer Nvidias Iray und Mental Ray können auch Produkte der Chaos Group, OTOY und Adobe mit MDL umgehen.

Darüber hinaus ist die unter anderem in After Effects integrierte Ray Tracing Engine OptiX nun in der Lage, mit Nvidia NVLink und Pascal-GPUs zu arbeiten. Dadurch sollen sich auch Szenen visualisieren lassen, die mehr als 64 GByte groß sind. Um zudem Einsatz und Effizienz der Pascal-Architektur untersuchen zu können, wurde die NSight-Entwicklungsumgebung entsprechend angepasst und bei der Gelegenheit auch um Support für die Vulkan-API der Khronos Group ausgestattet.

Mit der Veröffentlichungen bekommen auch das Capture sowie das Video Codec SDK ein Update. Während zweiteres durch einen neuen Encoder auch Material in einer Auflösung von 8k mal 8k sowie 10bit 4:4:4 H.265 codieren und VP9 decodieren kann, kann ersteres nun auch die Vulkan API nutzen und Material mit 8k-Auflösung erfassen. Weitere Details lassen sich dem Nvidia-Blog entnehmen. (jul)