Pro & Contra: Sind Software-Abos die Zukunft?

Mitgliedschaft statt Einzelkauf: Adobe hat es mit der Creative Suite angefangen, Microsoft zog mit Office 365 nach und kĂĽnftig bieten auch Apples App Stores Abos an. Die Mac & i-Redaktion diskutiert, ob das sinnvoll ist.

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Pro & Contra: Sind Software-Abos die Zukunft?

Office 365 auf dem Mac gibt's im Abo.

(Bild: Microsoft)

Lesezeit: 2 Min.

Wenn es nach Apple geht, bekommen iOS- und OS-X-Entwickler bald eine neue Einnahmemöglichkeit: Neben Festpreisanwendungen und In-App-Verkäufen können dann so gut wie alle Programmarten, die über die App Stores vertrieben werden, Einnahmen in Form von Abos generieren. Kritiker fürchten, dass Software künftig mehr und mehr zur Leihware wird, während Befürworter finden, dass so neue Geschäftsmodelle entstehen, die ständige Updates erlauben.

Ist der Trend zum Software-Abo eine sinnvolle Idee für Apple-Nutzer? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Mac & i-Redaktion im neuen Heft 4/2016, das ab dem 4. August im Zeitschriftenhandel ist sowie online bestellt werden kann.

Redakteur Thomas Kaltschmidt meint, Software-Abos hätten unbestreitbare Vorteile. "Lange Zeit habe ich mich mit Händen und Füßen gegen Software-Miete beziehungsweise -Abos gewehrt. Inzwischen überwiegen die Vorteile, finde ich." Insbesondere die einfache Installation und Wartung, bei Adobe und Microsoft sogar Cross-Plattform, könnten viel Zeit und Ärger sparen, Lizenzgefrickel gebe es nicht mehr. Und: "Entwickler können ihre Einkünfte besser planen und erhalten zugleich unmittelbares Feedback über den Erfolg ihrer Apps."

Kaltschmidts Kollege, Mac & i-Chefredakteur Stephan Ehrmann, sieht das anders. Er glaubt, Abos seien nur ein weiterer Pflock ins Herz des App Store mit seinen einst hehren Absichten. "So wie schon die In-App-Purchases in erster Linie den Entwicklern und Apple teils unverschämt viel Geld in die Taschen spülen, sind auch bei den Abos die Nutzer die Leidtragenden."

Sie hätten gar nicht die Wahl zwischen einem Einmalkauf und einem Abo für dieselbe App: Wer nicht regelmäßig bezahlt, könne die App nicht nutzen. "Selbst wenn man jahrelang brav Abogebühren entrichtet hat, kann man nicht irgendwann damit aufhören, wenn der Funktionsumfang genügt." Kündige man, stelle die App ihren Dienst ein.

Was meinen Sie? Die Debatte mit Diskussionsforum finden Sie bei Mac & i online:

(bsc)