Chatbot Talla soll Bewerber auswählen und neue Mitarbeiter einweisen
Ein intelligentes System, das natürliche Sprache versteht, könnte in Zukunft wichtige Aufgaben in der Personalbetreuung übernehmen. Grundlage dafür sind neueste Techniken für Maschinenlernen und Sprachverarbeitung.
- Sascha Mattke
Das Start-up Talla entwickelt einen gleichnamigen Chatbot, der auf längere Sicht zum universellen Assistenten für Personalfragen in Unternehmen werden könnte. Er soll neuen Mitarbeitern grundlegende Informationen zur Verfügung stellen, in der täglichen Arbeit auf Schwerpunkte hinweisen und Fragen beantworten und sogar bei der Auswahl von geeigneten Kandidaten für offene Stellen helfen. Das berichtet Technology Review online in „Chatbots als Job-Assistenten“.
Vor kurzem hat Talla einen einfachen Prototypen vorgestellt, der To-do-Listen auf der Kommunikationsplattform Slack verwaltet. Bislang haben rund 600 Unternehmen den Chatbot in ihren Slack-Kanal aufgenommen und nutzen ihn, sagt Rob May, CEO von Talla. Bis Oktober solle der Chatbot so weiterentwickelt werden, dass er auch schwierigere Personal-Aufgaben übernehmen kann. „Wenn jemand eine neue Stelle antritt, soll er nicht einen ganzen Haufen Informationen bekommen, sondern der Bot soll ihm alles sagen, was nötig ist“, erklärt May.
Die ersten Chatbots wurden schon vor Jahrzehnten entwickelt, zuletzt aber hat ein Boom bei Künstlicher Intelligenz das Interesse an ihnen wiedererwachen lassen und Hoffnungen geweckt, dass eine neue Generation deutlich intelligenter und nützlicher werden könnte. Verschiedenste Unternehmen bringen Chatbots auf Plattformen wie Facebook und Whatsapp heraus. Die große Herausforderung liegt dabei darin, dafür zu sorgen, dass sie ihre Nutzer richtig verstehen. Talla nutzt deshalb neueste Techniken für Maschinenlernen und Sprachverarbeitung.
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(sma)