Uber wechselt Deutschlandchef aus
Stühlerücken bei Uber Deutschland: Der erst vergangenen September berufene Deutschland-Chef Christian Freese widmet sich künftig Ubers Indien-Geschäft; an seine Stelle tritt der 33-jährige Christoph Weigler.
(Bild: dpa, Britta Pedersen)
Der Fahrdienst-Vermittler Uber hat in seinem Problemmarkt Deutschland einen neuen Chef. Die Führung übernahm der 33-jährige Christoph Weigler, wie Uber der dpa bestätigte. Er ist seit Herbst vergangenen Jahres bei dem Start-up aus San Francisco und war bisher für München zuständig. Der bisherige Deutschlandchef Christian Freese soll das Uber-Geschäft in Bangalore in dem für Uber ebenfalls schwierigen Markt Indien leiten.
Weigler arbeitete vor Uber bei den Unternehmensberatungen Bain & Company und Arthur D. Little. Dort habe er auch Autohersteller bei dem Wandel zu Mobilitätsanbietern begleitet.
RĂĽckzug und Neustart
In Deutschland war das ursprüngliche Konzept, auch Privatleute mit ihren eigenen Wagen Fahrgäste für Uber befördern zu lassen, auf heftigen Widerstand gestoßen. Uber zog sich im vergangenem Jahr nach von der Taxi-Branche erreichten Gerichtsentscheidungen aus Frankfurt, Hamburg und Düsseldorf zurück und ist seitdem nur in München und Berlin verfügbar. In der Hauptstadt konnte man sich über die Plattform längere Zeit nur ein Taxi bestellen.
Anfang Juni startete der neue Dienst UberX, bei dem Mietwagen mit professionellen Fahrern vermittelt werden. Er soll auch die Basis für das Mitfahr-Angebot UberPool bilden, bei dem sich mehrere Passagiere, die in eine Richtung unterwegs sind, einen Wagen teilen können.
In Indien, dem neuen Standort von Freese, macht Uber lokale Konkurrenz wie Ola zu schaffen. Ein ähnliches Problem hatte Uber in China, wo die Firma nach Milliardenausgaben jüngst schließlich beschloss, mit dem einheimischen Rivalen Didi Chuxing zu fusionieren. (axk)