Mini-SSD für M.2-Slots
Eine M.2-SSD ist ja per Definition schon kabellos an das System angebunden. SATADOM-Erfinder Innodisk bringt nun trotzdem eine M.2-Version seiner DOM-SSDs heraus.
Mini-SSDs mit SATA-Anschluss (SATA-DOM, Disk on Module) werden gerne in Servern, Kleinst-PCs ohne Laufwerksschacht oder Industrie-Applikationen eingesetzt. Sie stecken direkt auf dem SATA-Port des Mainboards und benötigen bei passender Beschaltung des Ports nicht einmal einen Stromanschluss. Beim M.2-Slot auf den üblichen Mainboards macht ein M.2-DOM also keinen Sinn.
Innodisk setzt jedoch mit seinem M2DOM nicht auf Endkunden mit klassischen PCs. Ein M2DOM liegt nicht auf dem Board, sondern es steht – und damit spart es eine ganze Menge Platz. Die Module sind in der aktuellen Version maximal 35 Millimeter hoch; die Umlenkung erfolgt über einen Adapter. Angebunden sind sie per PCIe-3.0x1. Darüber sollen sie bis zu 630 MByte/s erreichen, beim Schreiben jedoch sind es nur rund 200 MByte/s. Einen DRAM-Cache nutzen die M2DOMs nicht, eine gewisse Beschleunigung erreichen sie über die Nutzung eines Teil des Hauptspeichers nach NVMe-Spezifikation 1.2 (Host Memory Buffer, HMB).
Die Module sind mit Kapazitäten zwischen 16 und 256 GByte erhältlich – zumindest für Industriekunden, denn den Endkundenmarkt bedient Innodisk nicht. Daher sind Informationen zu Preisen und Verfügbarkeit nicht vorhanden.
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(ll)