De Maizière will mit Facebook über Daten von Terrorverdächtigen reden

Nachdem verschiedene Behörden Facebook vorgeworfen haben, Daten Verdächtiger nur zögerlich oder gar nicht herauszugeben, sucht der Innenminister nun das Gespräch mit dem Konzern.

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(Bild: dpa, Armin Weigel/Illustration)

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  • dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will mit Facebook über die Herausgabe von Nutzerdaten von Terrorverdächtigen sprechen. "Die anlassbezogene Kooperation der Bundessicherheitsbehörden mit Facebook in den Bereichen Islamismus und Extremismus bewerte ich als durchaus positiv. Ich werde mich aber demnächst mit Vertretern von Facebook zusammensetzen, um die Vorwürfe der Länder zu erörtern", sagte der CDU-Politiker dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag). Es gelte der Grundsatz: Wenn Gefahr in Verzug sei, wenn Straftäter gesucht würden, müssten alle kooperieren.

Behörden einiger Bundesländer hatten Facebook vorgeworfen, Anfragen nach Daten Verdächtiger nur zögerlich oder gar nicht zu beantworten. Mehrere Bundesländer fordern inzwischen eine gesetzliche Pflicht für Soziale Netzwerke zur schnellen Herausgabe sensibler Daten. Dabei geht es auch um Auskünfte zu Tatverdächtigen und mögliche terroristische Anschlagsplanungen. Facebook hatte jüngst die Auffassung vertreten, etliche Behördenanfragen seien so fehlerhaft, dass sie nicht bearbeitet werden könnten. (axv)