Sony hofft auf finanziellen Erfolg durch Playstation 2
Sony, nach eigenen Angaben zweitgrößter Consumer Electronic-Hersteller der Welt, musste einen Rückgang des Nettogewinns von 57,4 Prozent hinnehmen.
Die japanische Sony Corporation, nach eigenen Angaben zweitgrößter Consumer-Electronic-Hersteller der Welt, musste für das abgelaufene (zweite) Quartal einen Rückgang des Nettogewinns von 57,4 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres hinnehmen.
Wie der Konzern bekanntgab, lag der Nettogewinn – der im Vergleichszeitraum noch 46,515 Milliarden Yen (514,7 Millionen Euro) betragen hatte – nur noch bei 19,819 Milliarden Yen (219,3 Millionen Euro). Dieses Ergebnis blieb weit hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die einem Ergebnis zwischen 32 und 42 Milliarden Yen (354 bis 464,7 Millionen Euro) gerechnet hatten. Schuld daran sollen vor allem der starke Yen und die mit der Einführung der Playstation 2 verbundenen Kosten sein.
Sonys Hoffnungen ruhen nun – neben den Notebooks der VAIO-Reihe – vor allem auf dieser Konsole, deren Verkauf in den USA heute beginnt. Immerhin hat der Spielesektor im Quartal Juli bis September noch einen Verlust von 2,81 Milliarden Yen (31,1 Millionen Euro) eingefahren, während die Elektoniksparte 77,35 Milliarden Yen (855,5 Millionen Euro) Gewinn erzielte. Für das gesamte Geschäftjahr geht das Unternehmen von einen Nettogewinn von 10 Milliarden Yen (110,65 Millionen Euro) aus, 92 Prozent weniger als im Vorjahr.
Da Sony einen reißenden PlayStation-2-Absatz erwartet, sollen den ersten 500.000 Konsolen, die heute auf den Markt kommen, bis Weihnachten jede Woche weitere 100.000 folgen. In zwei Monaten will Sony fast 1,5 Millionen Stück in Nordamerika verkauft haben, bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahrs 10 Millionen Geräte weltweit. In der EU sowie in Norwegen und der Schweiz wird die PlayStation 2 am 24. November eingeführt. In Deutschland sollen zunächst 80.000 bis 100.000 Geräte in den Regalen stehen, nachdem Sony wegen Lieferenpässen bei elektronischen Bauteilen die Stückzahl zur Markteinführung um die Hälfte reduziert hatte. Kritik wurde vor allem am hohen Listenpreis von 869 Mark laut, den Sony für die Konsole in Deutschland verlangt.
Mittlerweile gab der Konzern bekannt, 125 Milliarden Yen investieren zu wollen, um den Ausstoß an Chips für die PlayStation 2 und die Produktion anderer elektronischen Bauteilen zu erhöhen. Daneben sollen 130 Milliarden Yen für zwei Fertigungsstätten in Süd-Japan ausgegeben werden. (nij)