Toshiba will Smartphone-Backup vereinfachen
Der Festplatten- und SSD-Hersteller zeigt auf der IFA ein noch namenloses Gerät, das das Backup von Fotos und Videos beim Laden des Smartphones gleich miterledigen soll.
Smartphone anschließen und mit der Sicherheit schlafen gehen, dass das Telefon nicht nur am nächsten Tag voll aufgeladen wieder zur Verfügung steht, sondern auch alle neuen Fotos, Videos und Kontakte gesichert sind – eine solche Lösung will Toshiba im nächsten Jahr auf den Markt bringen. Dazu enthält das noch namenlose Gerät eine Festplatte mit wahrscheinlich 500 GByte oder 1 TByte, die Sicherung erfolgt über eine App. Derzeit plant Toshiba lediglich eine Andoid-App; wenn sich die Lösung vom Markt gut angenommen wird, dann könne man sich jedoch auch eine iOS-Version vorstellen, hieß es auf der IFA.
Eine Platte, mehrere Smartphones
Die Lösung soll mehrbenutzerfähig sein, die Daten verschiedener Smartphones werden in verschiedenen Unterverzeichnissen abgelegt. Dazu verspricht Toshiba, dass auch die Einrichtung eines neuen Smartphones darüber möglich ist, sämtliche Daten sollen danach auf dem neuen Gerät zur Verfügung stehen.
Im Prinzip handelt sch bei dem Gerät lediglich um eine externe Festplatte, die Intelligenz steckt in der App. Daher könnte man prinzipiell auch eine beliebige andere externe Festplatte oder SSD anschließen – sofern die App dann noch mitspielt. Aufgeladen wird das Smartphone darüber jedoch nicht. Die Toshiba-Lösung benötigt daher auch ein Netzteil, andere Anschlüsse gibt es nicht. Wer die Daten auf seinen PC sichern möchte, muss die Backup-Platte über einen beiliegenden Adapter an seinen PC anschließen; dort taucht sie als normales Laufwerk auf.
Name und Preis will Toshiba später im Jahr bekannt geben. Die Backup-Platte wird jedoch etwas mehr kosten als eine übliche externe Fesplatte gleicher Kapazität, meinte ein Toshiba-Manager.
Einsteiger-SSD
Weiter stellte Toshiba auf der IFA die Einsteiger-SSD A100 vor. Die SATA-SSD wird mit 120 und 240 GByte Kapazität erhältlich sein. Toshiba verbaut 2D-NAND in TLC-Bauweise – das sei derzeit noch günstiger als 3D-NAND, sagte ein Toshiba-Manager am Stand. Einen DRAM-Cache besitzen die Laufwerke nicht, stattdessen setzt Toshiba für die Beschleunigung von Schreibvorgängen auf einen Pseudo-SLC-Cache. Die Laufwerke sollen beim Lesen bis zu 550 MByte/s erreichen, beim Schreiben maximal 480 MByte/s; dazu nennt Toshiba 87.000 IOPS beim Lesen und 82.000 IOPS beim Schreiben. Die A100 soll ab Oktober erhältlch sein, Preise hat der Hersteller noch nicht genannt.
Hinweis in eigener Sache: Toshiba hat die Reise- und Ăśbernachtungskosten fĂĽr den Autor dieses Artikels bezahlt. (ll)