IG Metall: Siemens-Beschäftigte enttäuscht über Abbaupläne

Zwar habe Siemens zugesagt, alle Produktionsstandorte zu erhalten, doch sorgen sich Siemens-Mitarbeiter vor allem um den Standort Ruhstorf.

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IG Metall: Siemens-Beschäftigte enttäuscht über Abbaupläne

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(Bild: IG Metall)

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Von
  • dpa

Die Beschäftigten der Siemens-Antriebssparte sind nach den Worten von Bayerns IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler enttäuscht über die Pläne zum Abbau von 1450 Jobs an den deutschen Standorten. Der Elektrokonzern hatte sich nach wochenlangen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Interessenausgleich geeinigt. Betroffen von den Abbauplänen sind vor allem die vier bayerischen Standorte Nürnberg, Ruhstorf nahe Passau, Bad Neustadt/Saale und Erlangen.

Zwar habe Siemens zugesagt, alle Produktionsstandorte zu erhalten, doch gebe es große Sorgen vor allem um Ruhstorf, sagte Wechsler der dpa am Dienstag in München. Dort sollen 600 der zuletzt rund 1200 Arbeitsplätze wegfallen und lediglich Teile der Elektromotorenfertigung erhalten bleiben. "Es gibt große Sorgen, ob das, was hier vereinbart ist, nach vier Jahren noch leben wird", sagte Wechsler.

Angedacht ist dem Vernehmen nach auch, ein Gewerbecenter auf dem bisherigen Siemens-Gelände anzusiedeln. Einzig beruhigend sei, dass sich der Stellenabbau über vier Jahre bis 2020 hinziehen werde, sagte Wechsler. Er hatte Siemens aufgefordert, nicht weiter Produktionsarbeitsplätze nach Osteuropa zu verlagern. In begrenztem Umfang hätten die Arbeitnehmervertreter dies bei den Verhandlungen auch erreicht, "aber Siemens hält an seiner Verlagerungsstrategie fest". (mit Material der dpa) / (anw)