NASA zeigt spektakuläre Protuberanzen
Ein neues NASA-Video zeigt riesige Magnetfeldbögen der Sonne. Die Erde würde in diese Protuberanzen mehrmals hineinpassen.
Unvorstellbar riesig und einfach nur schön. Der bläuliche Kreis im Insert zeigt die Erde im gleichen Maßstab.
(Bild: NASA (Ausschnitt))
Spektakuläre Aufnahmen von Auswirkungen des Magnetfelds der Sonne hat die NASA veröffentlicht. Der Sonnenforschungssatellit SDO (Solar Dynamics Observatory) hat Protuberanzen erfasst und im Extrem-Ultraviolett-Spektrum photographiert. Dabei bewegen sich geladene Teilchen spiralförmig um bogenförmige Magnetfeldlinien oberhalb der Sonnenoberfläche, wodurch die Feldlinien "sichtbar" werden.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes Video (TargetVideo GmbH) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (TargetVideo GmbH) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Das Video ist durch einen Zeitraffer gekürzt. Die Aufnahmen decken zwölf Stunden vom 28. und 29. September ab. Um den Größenvergleich zu ermöglichen, hat die NASA ein Bildchen der Erde im gleichen Maßstab eingefügt.
Solar Dynamics Observatory
Das Solar Dynamics Observatory umkreist seit 2010 in einem geosynchronen Orbit die Erde. Es beobachtet die Sonne auf mehreren Wellenlängen gleichzeitig. Das SDO ist Teil des internationalen LWS-Programms (Living With a Star, "Leben mit einem Stern"). LWS soll erforschen, warum sich die Sonne verändert, und wie sich das auf Leben und Gesellschaft auf der Erde praktisch auswirkt.
Lesen Sie dazu auch: Beeindruckende Aufnahmen des Merkurtransits
Manchmal entwickeln sich aus den Protuberanzen plötzliche Eruptionen, bei denen innerhalb weniger Stunden Materie bis zu tausend Kilometer pro Sekunde schnell in den Weltraum geschleudert wird. Treffen diese Gasmassen auf die Erde, erzeugen sie imposante Polarlichter, gefährden andererseits aber Satelliten sowie irdische Strom- und Kommunikationsnetze.
Daher soll das SDO eruieren, wie das Magnetfeld der Sonne geformt und strukturiert ist, und wie die magnetische Energie umgewandelt und in Form von Solarwinden und Strahlung abgegeben wird. UrsprĂĽnglich war das SDO-Projekt auf gut fĂĽnf Jahre Laufzeit ausgelegt. Weil der Satellit aber schon vor dem Start mit deutlich mehr Treibstoff ausgestattet wurde, liefert er auch heute noch Bilder und andere Daten. (ds)