Ericsson baut 3000 Stellen ab – und sucht 1000 neue Mitarbeiter

Ericsson verlagert weiter seinen Schwerpunkt weg von der Produktion hin zur Forschung und Entwicklung.

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Ericsscon baut 3000 Stellen ab – und sucht 1000 neue Mitarbeiter

(Bild: Ericsson)

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Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat weitere Pläne für seinen Umbau bekannt gegeben. 3000 Arbeitsplätze will das Unternehmen abbauen, die zum Teil nicht ersetzt, zum Teil an externe Firmen ausgelagert werden sollen, geht aus einer Mitteilung hervor. Betroffen sein sollen 1000 Mitarbeiter in der Produktion, 800 in Forschung und Entwicklung sowie 1200 in anderen Geschäftsbereichen – und zwar an den schwedischen Standorten in Borås, Göteborg, Karlskrona, Kumla, Linköping und Stockholm. Der Plan werde derzeit mit den Gewerkschaften abgestimmt. Darüber hinaus sollen 900 externe Berater nicht weiter beschäftigt werden. Insgesamt sind derzeit 16.000 Menschen bei Ericsson in Schweden beschäftigt.

Ericsson sieht sich im Geschäft mit der Ausrüstung von Telecom-Netzen zunehmend günstigerer Konkurrenz chinesischer Anbieter wie Huawei und ZTE konfrontiert. CEO Jan Frykhammar erläutert, sein Unternehmen befinde sich in einem langfristigen Umbauprozess und wolle sich verstärkt der Forschung und Entwicklung widmen. Schon seit einigen Jahren seien mehr Mitarbeiter in der Software-Entwicklung und mit Dienstleitungen beschäftigt als in der Hardware-Produktion. Letztere sei in den vergangenen Jahren wesentlich effizienter geworden, die Produktionszeiten seien viel kürzer geworden. Nun gehe es darum, die Kompetenzen des Unternehmens zu sichern und konkurrenzfähig zu bleiben.

Ericsson hat nach eigenen Angaben 7 Milliarden Schwedische Kronen (rund 730 Millionen Euro) in drei Entwicklungszentren investiert, zwei davon befinden sich in Schweden. Für diese will das Unternehmen in den nächsten drei Jahren rund eintausend Ingenieure einstellen, vorzugsweise solche, die frisch von der Universität kommen. (anw)