Wikileaks-Mails: Hillary-Clinton-Marketing lässt sich von Apple inspirieren
Die US-Präsidentschaftskandidatin will sich als Marke präsentieren, heißt es in Nachrichten, die aus dem Postfach ihres Beraters John Podesta stammen.
Eigentlich sieht es eher nach Windows aus: Das "Hillary for America"-Logo.
(Bild: Kampagne)
Hillary Clintons Kampagne verwendet ein markantes Markenzeichen: Ein H, das mit einem Pfeil überlagert wird, der die Zukunftsgewandtheit der US-Präsidentschaftskandidatin symbolisieren soll. Das als "Fensterlogo" bezeichnete Design wurde von einem IT-Konzern inspiriert, wie BusinessInsider entdeckt hat. Das geht aus E-Mails hervor, die die Marketingmanagerin Wendy Clark an den Clinton-Berater John Podesta geschickt hat. Podestas Nachrichtenpostfach war gehackt und auf Wikileaks veröffentlicht worden.
Clark schreibt in ihrer Mail, Clintons Logo solle schlussendlich mit den Positionen der Kandidatin assoziiert werden – ähnlich wie Apples Markenzeichen für Consumer-Technik stehe. Clark, Chefin der Werbeagentur DDB, schreibt in ihrer E-Mail weiter, Apples Logo habe "nichts mit Computern" zu tun, werde aber mit den Produkten der Firma assoziiert. Das solle nun auch Clinton mit ihrem Logo gelingen. "Genauso wurde Apples Regenbogen-Logo 1976 gestartet. Es stand einfach für Kreativität und ein anderes Denken." Apple sei heute wertvollste Marke der Welt.
Clinton konnte nach dem jüngsten Skandal um frauenfeindliche Aussagen ihres republikanischen Konkurrenten Donald Trump in verschiedenen Umfragen unter amerikanischen Wählern ein besseres Ergebnis erzielen. So legte Clinton in Michigan beispielsweise auf einen Vorsprung von 12 Prozent gegenüber Trump zu. Allerdings gilt ihr Sieg keineswegs als sicher. (bsc)