US-Präsidentschaftswahlen: Vorsichtiger Optimismus in Sachen Sicherheit
Angriffe von Hackern und Ängste vor Sicherheitslücken könnten die Wahl zwischen Donald Trump und Hillary Clinton zum Krimi machen. Dabei sieht die Security-Lage besser aus als in den vergangenen Jahren.
Experten sind in Sachen Sicherheitssituation des amerikanischen Wahlsystems vorsichtig optimistisch, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("US-Wahlen sicherer als zuvor"). Der Grund: Die Suche nach Sicherheitslücken und die Absicherung von Wahlmaschinen oder Wählerdatenbanken ist in diesem Jahr ein deutlich größeres Thema als in den vergangenen Jahren.
Pamela Smith, Präsidentin von Verified Voting, einer Non-Profit-Organisation, die sich für transparente und sichere Wahlen einsetzt, meint, dass es sogar gute Gründe gibt, zu glauben, dass die diesjährigen Wahlen sicherer werden als frühere. Weniger Staaten und Wahlkreise setzen auf gänzlich papierlose elektronische Wahlmaschinen und mehr Staaten verlangen, dass es nach der Wahl eine Überprüfung der Systeme gibt. Und die erkannte Bedrohungslage samt der sich daran anschließende Mediendiskussion über das Thema Hacking dürfte dazu führen, dass die Menschen selbst aufmerksamer sind und Probleme melden. Das Heimatschutzministerium war in den letzen Jahren an Sicherheitschecks beispielsweise nicht beteiligt. "Das ist eine großartige Ressource", sagt Smith.
Im August sagte US-Heimatschutzminister Jeh Johnson, die Regierung erwäge, Wahlsysteme zur kritischen Infrastruktur des Landes zu zählen. Dieser Schritt würde dem Ministerium erlauben, konkrete Sicherheitsmaßnahmen anzuordnen. Derzeit ist diese Entscheidung aber noch nicht gefallen. Dafür helfen die Heimatschützer – inklusive "Cyber-Hygiene-Scans" von ans Internet angeschlossenen Systemen plus Risiko- und Systemschwächenanalysen. Das Ministerium sagt, es könne Lücken entdecken und den Wahlverantwortlichen zeigen, wie sie ihre Wählerdatenbanken besser absichern. Gleiches gilt für die Berichtssysteme für die Wahlnacht, die ebenfalls am Internet hängen.
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(bsc)