Hybridpflanzen sollen Afrikas Bauern retten
Die Bauern Simbabwes plagen Dürre und El Niño. Biologen wollen mit neuen Maissorten helfen.
Farm in Simbabwe.
(Bild: Ulamm / PD)
Einst galt Simbabwe als einer der wichtigsten landwirtschaftlichen Produzenten Afrikas. Doch Wetterveränderungen und zunehmende Dürre machen es den Bauern schwer. Neuartige Hybridsorten von Mais, die an das Klima angepasst sind, sollen nun helfen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Maissorten für Hitze und Dürre").
Die Forscher von der simbabwischen Niederlassung des Internationalen Zentrums für die Verbesserung von Mais und Weizen (CIMMYT) haben in den vergangenen fünf Jahren an neuen Maissorten gearbeitet, die Simbabwe retten sollen. Das CIMMYT war Mitte des vorigen Jahrhunderts in Mexiko aus der Zusammenarbeit zwischen dem dortigen Landwirtschaftsministerium und der amerikanischen Rockefeller-Stiftung hervorgegangen. Es hat sich seither zu einer führenden Non-Profit-Organisation auf dem Sektor der Agrarwirtschaft entwickelt und unterhält mittlerweile Forschungseinrichtungen in 13 Ländern, die an neuen Mais- und Weizensorten arbeiten.
Für Simbabwe und elf weitere afrikanische Staaten entwickelte das CIMMYT spezielle Maishybriden. Sie benötigen der Organisation zufolge 60 Prozent weniger Wasser als die in der Region üblicherweise angebauten Varianten. Sie gedeihen außerdem noch bei Temperaturen von bis zu 35 Grad, sind also hitze- und dürreresistent. Das Saatgut ist dem CIMMYT zufolge bereits erfolgreich getestet worden, neben Simbabwe auch in Algerien, Ägypten, Malawi, Südafrika und Sambia.
In Afrika soll mithilfe dieser Hybriden die Maisproduktivität um 30 bis 50 Prozent steigen. Davon sollen rund 5,5 Millionen Kleinbauern in zwölf Staaten profitieren. Kritiker befürchten allerdings, dass die zahlreichen Hilfsinitiativen für verbessertes Saatgut in Afrika auch Produzenten von genetisch manipulierten Samen eine Hintertür zum afrikanischen Markt öffnen könnten.
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(bsc)