Verkehrssicherheit: EU-Länder wollen mit Technik den toten Winkel von Lkw angehen

4000 Menschen kamen voriges Jahr in der EU in Unfällen mit Lkw ums Leben. Acht europäische Länder wollen diese Zahl nun mit Hilfe von Technik senken.

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Verkehrssicherheit: EU-Länder wollen mit Technik den toten Winkel von Lkw angehen

(Bild: Arno Burgi / dpa)

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Technik wie 360°-Kameras sollen für mehr Sicherheit im Verkehr sorgen. Das fordern Deutschland, Frankreich, Italien, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Belgien auf Initiative des österreichnischen Verkehrsministers Jörg Leichtfried. Ein großes Problem bei Lkw sei der tote Winkel. Kleinere Verkehrsteilnehmer wie Autos, Motorräder oder Fußgänger würden mit verheerenden Folgen übersehen, heißt es in einer Mitteilung.

Im vergangenen Jahr kamen auf Europas Straßen rund 26.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, etwa 4000 davon bei Unfällen mit Lkw. Diese Zahl soll mit Hilfe von Technik gesenkt werden.

Die EU überarbeite zurzeit die Verkehrssicherheitsanforderungen für Fahrzeuge. Die acht Länder fordern die Europäische Kommission auf, noch in diesem Jahr konkrete Vorschläge vorzulegen. Dabei geht es den Verkehrsministern um einheitliche Standards.

Die schlechtesten zur Zeit erhältlichen Lkw-Modelle hätten mehrere tote Winkel von jeweils bis zu 1,90 Metern, andere hätten gar keinen, erläutert Leichtfried. In Österreich läuft ein Pilotprojekt, bei dem 15 Lkw und Busse mit einem Assistenzsystem ausgestattet werden, das den Lenkern Rundumsicht ermöglichen und vor Kollisionen mit Autos, Radfahrerinnen und Fußgängern warnen soll. (anw)