Apple zahlt Aktionären 3,1 Milliarden US-Dollar
Die nächste Dividendenausschüttung des iPhone-Produzenten steht an. Das Geld stammt einmal mehr aus hohen Krediten, die der Konzern aufgenommen hat – er kann sie sich dank eines gut gefüllten Bargeldbestandes aber auch leisten.
(Bild: dpa, Monica Davey)
Wer bis vor dem heutigen 9. Februar Aktien von Apple hielt, bekommt in diesem Monat eine Dividende ausgezahlt. Pro Anteilsschein sind das diesmal 0,57 US-Dollar, so Apple auf seiner Investoren-Website. Das sind insgesamt fünf US-Cent mehr als der Konzern noch Anfang 2016 zahlte. Insgesamt werden 3,1 Milliaren Dollar an Investoren ausgeschüttet. Apple hat in den letzten vier Quartalen rund 12 Milliarden Dollar an Dividenden gezahlt. Parallel dazu erfolgen weiterhin große Aktienrückkäufe – in den letzten vier Quartalen in Höhe von 34 Milliarden Dollar. Über 200 Milliarden Dollar flossen bereits in diese Programme.
Geld aus Krediten, die Geld sparen
Das Geld für Dividenden und Aktienrückkäufe kommt nicht aus Apples gigantischem Bargeldbestand von derzeit rund 250 Milliarden US-Dollar. Stattdessen nimmt das Unternehmen hohe Kredite zu zumeist sehr günstigen Zinsen auf. Der Grund: Über 90 Prozent von Apples Kriegskasse lagert im Ausland, wenn sie in die USA transferiert würde, wären 35 Prozent Steuern fällig. Zuletzt hatte Apple erneut zehn Milliarden US-Dollar an Bonds ausgegeben – der maximale Zinssatz lag bei 4,25 Prozent, mit einem Fälligkeitsdatum im Jahr 2047. Apple spart durch die Kredite Steuern, weil die Zinsen abgeschrieben werden können.
Insgesamt will Apple 250 Milliarden US-Dollar an Aktionäre in Form von Dividenden sowie für Aktienrückkäufe ausgeben. Mit letzteren reduziert der Konzern das Angebot an frei gehandelten Anteilsscheinen. Das ist einer der Gründe dafür, dass Apple im letzten Quartal seinen Gewinn pro Aktie steigern konnte, obwohl es nicht das höchste Gewinnquartal war.
Aus 500 Dollar wurden 130.000 Dollar
Der Technikjournalist Charles Arthur hat unterdessen auf Twitter ermittelt, wie stark Apples Kurs seit der Rückkehr von Steve Jobs im Jahr 1997 gestiegen ist – inklusive Aktiensplits. Hätte man vor 20 Jahren 1000 Anteilsscheine für insgesamt 560 Dollar erworben – die Aktie krebste umgerechnet bei 0,56 Cent herum – hätte man heute 130.000 Dollar zusammen. Am Mittwoch legte die Apple-Aktie um 0,39 Prozent auf 132,04 Dollar zu – nahe beim 52-Wochen-Hoch. (bsc)