Telekom-Regulierer Kurth gegen europäische Aufsichtsbehörde

Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat sich gegen die Bildung einer europäischen Telekom-Aufsichtsbehörde ausgesprochen.

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  • Wolfgang Stieler

Der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), Matthias Kurth, hat sich gegen die Bildung einer europäischen Telekom-Aufsichtsbehörde ausgesprochen. "Einen Super-Regulierer brauchen wir nicht", sagte Kurth dem Berliner Tagesspiegel.

Es gebe zwar momentan in der EU eine Debatte über die Einrichtung einer solchen Behörde, aber eine solche Konstruktion sei zu unflexibel und zu langsam. "Mit der Regulierung im nationalen Rahmen haben wir zwar weniger Harmonie, aber wir sind flexibel und wir sind schnell", erklärte Kurth in dem heute veröffentlichten Interview. Dies sei in einem Markt mit "wöchentlich veränderten Bedingungen" sehr wichtig – ein "Super-Regulierer" könne dies jedoch nicht leisten. EU-Wettbewerbs-Hüter Mario Monti hatte sich vergangene Woche in Berlin für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit der Kartellwächter ausgesprochen, weil die nationalen Wettbewerbsbehörden globalen Märkten gegenüber stünden. (wst)