NSA-Chef: Trumps Merkel-Bemerkung war nicht hilfreich
"Es ist sicherlich so, dass dies die Dinge verkompliziert, aber wir müssen weiter nach vorne blicken", sagte NSA-Chef Mike Rogers am Montag in Washington.
Rogers vor dem Untersuchungsausschuss
(Bild: house.gov)
Der Chef des US-Geheimdienstes NSA (National Security Agency) hat Präsident Donald Trump für seine Bemerkung kritisiert, das Abhören durch den US-Geheimdienst verbinde ihn mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Es ist sicherlich so, dass dies die Dinge verkompliziert, aber wir müssen weiter nach vorne blicken", sagte Mike Rogers am Montag in Washington. "Wir haben fundamentale gegenseitige Interessen und müssen weiter miteinander zusammenarbeiten", sagte Rogers in einer Anhörung im Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses.
Trump behauptet seit geraumer Zeit, sein Vorgänger Barack Obama habe ihn in seinem Trump-Tower in New York ausspionieren lassen. Sowohl die Bundespolizei FBI als auch NSA-Chef Rogers verneinen das. Angela Merkels Mobiltelefon war allerdings in der Tat Ziel von Abhöraktionen des US-Geheimdienstes, wie 2013 bekanntgeworden war. Rogers wies ebenso Vorwürfe zurück, der britische Abhördienst GCHQ sei an angeblichen Abhöraktionen im Trump-Tower beteiligt gewesen. Diese wäre ein Verstoß gegen ein Übereinkommen zwischen den USA, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland, deren Geheimdienste sich austauschen, aber nicht gegeneinander vorgehen. (anw)