Start-up resTORbio will Novartis-Wirkstoffe gegen Alterung weiterentwickeln

Der Pharmakonzern Novartis hat kein Interesse an diesem Feld, also lizenziert er zwei Stoffe aus, die gegen Alterungserscheinungen wirken könnten. Die weitere Arbeit soll jetzt ein Start-up übernehmen.

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Start-up resTORbio will Novartis-Wirkstoffe gegen Alterung weiterentwickeln
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Von
  • Sascha Mattke

Das Bostoner Biotechunternehmen PureTech Health hat zwei Novartis-Wirkstoffe lizenziert und will sie in dem neu gegründeten Start-up resTORbio zu Medikamenten gegen altersbedingte Krankheiten weiterentwickeln. Von einem der Stoffe, Rapamycin, ist bekannt, dass er das Leben verschiedener Arten von Versuchstieren verlängert, bei Mäusen zum Beispiel um 25 Prozent. Entsprechende Studien mit Menschen gab es bisher jedoch nicht, berichtet Technology Review online in "Neuer Anlauf gegen Altern".

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Chen Shor, CEO von resTORbio, will nichts Näheres darüber verraten, wie das neue Unternehmen vorgehen wird – nur dass die Basis Daten von Novartis sein werden. "Wir gehen sehr pragmatisch vor und konzentrieren uns auf Indikationen, bei denen wir hoffen, eine Zulassung für diese Wirkstoffe zu bekommen, weil Daten zeigen, dass sich damit die nachlassende Funktion des Immunsystems verändern lässt", erklärt er.

Das Start-up soll die Novartis-Wirkstoffe nutzen, um die so genannte Immunoseneszenz umzukehren, also Schädigungen des Immunsystems, die sich mit zunehmendem Alter einstellen. Zum Teil kann das den Versuch bedeuten, bestimmte Arten von T-Zellen wiederherzustellen, die Erschöpfungserscheinungen zeigen und nicht mehr hinreichend auf Krebs und Infektionen reagieren. "Sie werden alt und knurrig, bleiben aber noch da und geben pro-inflammatorische Zytokine ab, und das hat Folgen für die Gesundheit", erklärt Joseph Bolen, Chefwissenschaftler von PureTech.

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(sma)