Infineon: Keine Kapitalerhöhung um jeden Preis

Der angeschlagene Chiphersteller Infineon schließt eine Absage der geplanten Kapitalerhöhung nicht aus.

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  • dpa

Der angeschlagene Chiphersteller Infineon schließt eine Absage der geplanten Kapitalerhöhung nicht aus. "Wir werden die Aktien natürlich nicht zu jedem Preis platzieren", sagte ein Infineon-Sprecher am heutigen Freitag in München. Nach den ersten drei Tagen der Road Show bei Investoren habe man aber ein "sehr positives Feedback". Gerüchte über eine Absage der Kapitalerhöhung hatten den Infineon-Aktienkurs am Freitagvormittag kurzzeitig Auftrieb verliehen.

Den Börsen-Spekulationen zufolge könnte Infineon die Kapitalerhöhung möglicherweise absagen, wenn der Kurs unter 25 Euro fällt. Der Infineon-Aktienkurs zog zwischenzeitlich gegen den Trend um gut ein Prozent auf 27,10 Euro an, gab die Gewinne dann aber wieder ab. Der Konzern-Sprecher wollte die mögliche Schallmauer von 25 Euro für eine Absage der Emission nicht bestätigen.

Nach dem Sturz in die Verlustzone will sich Infineon durch die Ausgabe von bis zu 60 Millionen neuer Aktien frisches Kapital beschaffen. Konzernchef Ulrich Schumacher hatte bei der Präsentation der Pläne eingeräumt, er rechne bei Privatanlegern nach der Kurs-Talfahrt der vergangenen Monate nicht mit großer Nachfrage. Daher will Infineon die Aktien primär bei institutionellen Anlegern platzieren. Schumacher sagte, er rechne mit einem Ausgabepreis "in der Gegend" des aktuellen Kurses von gut 27 Euro. Dies würde einen Erlös von bis zu knapp 1,7 Milliarden Euro bedeuten. Die Zeichnungsfrist läuft laut bisherigen Plänen bis zum 12. Juli. Der Emissionspreis soll unter Berücksichtigung des aktuellen Marktpreises am letzten Tag der Bookbuilding-Phase festgelegt werden. (dpa) / (jk)