Milliardenauftrag zum TV-Kabelausbau in NRW

Rund eine Milliarde Euro will Kabel NRW in den Ausbau des nordrhein-westfälischen TV-Kabelnetzes zum Rückkanal-fähigen Medium stecken.

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  • dpa

Der Ausbau des nordrhein-westfälischen Fernseh-Kabelnetzes zum Multimedia-Netz mit Rückkanal hat einen Milliardenauftrag für ein internationales Firmenkonsortium ausgelöst. Unter Führung der Europa-Tochter von Nortel soll die Netzaufrüstung bis 2003 abgeschlossen sein, teilte die Betreibergesellschaft Kabel NRW unter Führung des US-Investors Callahan mit. Mit der neuen Netzinfrastruktur werde NRW einen enormen technologischen Vorsprung besitzen, hieß es.

Der Auftrag besitzt einen Maximalumfang von einer Milliarde Euro. Der jetzt abgeschlossene Vertrag umfasse einen Wert von 300 Millionen Euro. Insgesamt habe Kabel NRW für die erste flächendeckende Aufrüstung des Kabelnetzes des ehemaligen Alleinbetreibers, der Deutschen Telekom, 2,3 Milliarden Euro in der Kasse. Derzeit wird bereits für 100 .000 der 4,2 Millionen Kabelkunden in Nordrhein-Westfalen das Netz zu einem Rückkanal-fähigen System mit Angeboten von Digital-TV, Telefon und schnellem Internet aufgerüstet. Bis Spätsommer sollen 500.000 Kunden im Raum Düsseldorf angeschlossen sein.

Durch die umfangreichen Aufrüstarbeiten sollen in NRW 400 neue Jobs entstehen, die zusätzlich 1.500 weitere Arbeitsplätze nach sich ziehen könnten, berichtete Kabel NRW. Die zukünftigen Mitarbeiter sollen in Bonn und – während des Netzausbaus – im gesamten Bundesland beschäftigt sein. Das von Nortel Networks Europe (Friedrichshafen) geführte Konsortium bringt die Unternehmen Alstom Anlagen und Automatisierungstechnik GmbH (Frankfurt) und die TESSAG SAG-Abel Kommunikationstechnik GmbH & Co. KG (Engelsberg) zusammen. Alstom und TESSAG werden für die Umsetzung der Baumaßnahmen verantwortlich sein. Weiter sind beteiligt Scientific Atlanta Europe GmbH (Kronberg), ADC Broadband Access and Transport Group (USA) und Motorola Broadband Communications (Bad Salzdetfurth). (dpa) / (jk)