Neuer Streit um Durchleitungstarife der Telekom

Der Elmshorner Telekommunikationsanbieter Talkline hat eine Senkung der Durchleitungs-Tarife um 31 Prozent gefordert.

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Der Elmshorner Telekommunikationsanbieter Talkline hat eine Senkung der Durchleitungs-Tarife um 31 Prozent gefordert. Diese Gebühren berechnet die Telekom für die Kosten der durch ihr Netz geleiteten Telefondienstleistungen der Konkurrenten. Je weniger hier an die Telekom fällig wird, umso billiger können die Wettbewerber etwa im Call-by-Call-Bereich ihre Leistungen anbieten. Eine derzeit gültige vorläufige Genehmigung mit einer 5-prozentigen Preis-Reduktion hält Talkline nicht für ausreichend, sie werde den Wettbewerbsbedingungen nicht gerecht. Die Preis-Reduktion hatte die Telekom vorgenommen, nach dem die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) mit der Anordnung niedrigerer Preise gescheitert war.

Die Telekom lehnt eine Preissenkung ab. Unternehmenssprecher Frank Domagala wies gegenĂĽber heise online darauf hin, dass "es Marktteilnehmer gibt, die mit dem bestehenden Tarif gute Endkundenangebote machen und damit Geld verdienen". Als Beispiel nannte Domagala eine Vereinbarung mit Arcor, die allerdings auch erst nach langen Streitereien zustande kam.

Die RegTP lehnte einen Kommentar zu der Talkline-Forderung ab und verwies auf das laufende Beschlusskammer-Verfahren zu diesem Thema. Hier soll es "in den nächsten Tagen" zu einer Entscheidung kommen, ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest. (axv)