Neue Rassismus-Vorwürfe gegen Microsoft

Der O.J.Simpson-Verteidiger Johnnie Cochran steigt jetzt für die Kläger gegen Microsoft in den Ring.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Erneut haben ehemalige Mitarbeiter des Computerriesen Microsoft Klage wegen angeblicher rassistischer Diskriminierung eingereicht. Die drei Kläger werfen Microsoft vor, afro-amerikanische Mitarbeiter schlechter bezahlt und bei Beförderungen übergangen zu haben. Erst im Januar hatten sieben derzeitige und ehemalige Mitarbeiter afro-amerikanischer Herkunft Microsoft auf fünf Milliarden US-Dollar Schadensersatz verklagt, weil sie bei Bewertungen, Beförderungen und Entlohnungen benachteiligt worden seien.

Vertreten wird einer der neuen Kläger durch den Star-Anwalt Johnnie Cochran. Cochran hatte seinerzeit den Ex-Footballstar O. J. Simpson in dem spektakulären Mordprozess verteidigt – und einen Freispruch erwirkt. Sprecher der Anwaltskanzlei Cochrans teilten mit, dass man eng mit den Anwälten anderer Kläger zusammenarbeiten und so die Weichen für eine Sammelklage gegen Microsoft stellen wolle.

Microsoft nahm zu den neuen Klagen bislang keine Stellung. Sprecher Matt Pilla wies gegenüber US-Nachrichtenagenturen darauf hin, dass sich Microsofts Belegschaft zu 21,6 Prozent aus Angehörigen von Minderheiten zusammensetze. Prinzipiell sei es aber so, dass in der technischen Industrie der prozentuale Anteil von Minderheiten geringer sei als in anderen Industriezweigen. "Microsoft verfolgt eine Null-Toleranz-Strategie beim Thema Diskriminierung am Arbeitsplatz", resümierte Pilla. (pmz)