Experte: Gesichtserkennung statt Touch ID bei allen neuen iPhones geplant
Apple will bei jedem seiner 2018er-Smartphones angeblich den Fingerabdrucksensor Touch ID streichen. Dann bliebe neben Face ID nur noch die Geräte-PIN zur Absicherung.
Der Setup-Vorgang von Face ID.
(Bild: Apple)
Bislang kann man bei Apple noch auswählen, ob man ein Gerät mit Gesichtserkennung möchte oder nicht: Das ab Anfang November erhältliche iPhone X kommt mit der Scan-Technik Face ID, iPhone 8 und 8 Plus hingegen mit dem traditionellen Fingerabdrucksensor Touch ID. Apple scheint einen kompletten Wechsel hin zu Face ID jedoch angeblich früher zu planen, als von vielen Beobachtern gedacht. Wie der in der Lieferkette des Konzerns gut vernetzte Analyst Ming-Chi Kuo vom taiwanischen Bankhaus KGI Securities nun in einer Notiz an Investoren schreibt, sollen Nutzer bereits beim Modelljahr 2018 keine Wahl mehr zwischen Touch ID und Face ID haben.
Differenzierung mittels Face ID
Stattdessen werde Apple alle neuen Modelle nur noch mit Face ID ausstatten – auch, um technische Wettbewerbsvorteile gegenüber Android-Herstellern auszunutzen. "Wir sagen voraus, dass alle neuen iPhone-Modelle, die im zweiten Halbjahr 2018 auf den Markt kommen, den Fingerabdrucksensor verlieren werden." Damit könnten sich alle Modelle von den Wettbewerbern absetzen, da die Gesichtserkennung eine "integrierte Nutzererfahrung" erlaube, indem das TrueDepth-Kameramodul sowohl Gesichtserkennung als auch Augmented-Reality-Anwendungen biete. Zudem glaubt Kuo offenbar daran, dass alle 2018er iPhones einen nahezu randlosen Bildschirm erhalten.
Damit würde Apple das seit September 2014 grundsätzlich unveränderte Design des iPhone 6 beziehungsweise 6 Plus endgültig aufgeben – es wurde im iPhone 6s/6s Plus, im iPhone 7/7 Plus sowie im iPhone 8/8 Plus eingesetzt, wobei letzteres keinen Metall-, sondern einen Glasrücken hat, um drahtloses Aufladen zu ermöglichen.
Schnelle Geräteöffnung nur per Gesicht
Würde Apple komplett auf Face ID setzen, wären Nutzer, die eine schnelle Geräteauthentifizierung nutzen möchten, dazu gezwungen, die Gesichtserkennung zu verwenden. Alternativ bliebe nur die ständige Eingabe des PIN-Codes zur Entsperrung. Würde Apple Touch ID aufgeben, dürfte Apples Forschung an einem im Bildschirm integrierten Fingerabdrucksensor wohl ebenfalls enden. Angeblich soll die Entscheidung für Face ID im iPhone X bereits vor über einem Jahr gefallen sein. Face ID soll es im kommenden Jahr erstmals auch ins iPad schaffen. (bsc)