UBA: Zwei blaue Plaketten für Diesel

Die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, schlägt eine gestaffelte Lösung im Kampf gegen schlechte Luft in Städten vor. Dafür müsse der Bund zwei verschiedene Plaketten einführen, sagte Krautzberger

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Maria Krautzberger

(Bild: PhotostudioD29 / UBA)

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  • dpa

Maria Krautzberger plädiert für zwei blaue Plaketten: hellblau für ältere Diesel, dunkelblau für neue, die die Abgasnrom Euro 6d-TEMP und 6d erfüllen.

(Bild: PhotostudioD29 / UBA)

Die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger, schlägt eine gestaffelte Lösung im Kampf gegen schlechte Luft in Städten vor. Dafür müsse der Bund zwei verschiedene Plaketten einführen, sagte Krautzberger der Süddeutschen Zeitung (Ausgabe vom 6. März 2018). „Damit hätten die Städte eine Möglichkeit, auf ihre jeweilige lokale Belastung zu reagieren.“ Die jeweiligen Plaketten sollen, je nach Vorgabe, zur Einfahrt in die Umweltzone berechtigen. Das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium lehnt eine blaue Plakette bisher ab.

Krautzberger schlug vor, dass nachgerüstete Euro-5-Diesel und bereits zugelassene Autos der Euro-6-Norm künftig eine hellblaue Plakette bekommen sollten. Diesel mit den neuen Abgasstufen Euro 6d-TEMP oder Euro 6d, die deutlich weniger Stickoxid ausstoßen, könnten hingegen eine dunkelblaue Plakette erhalten.

„Schon mit der hellblauen Plakette könnten dann viele Kommunen 2020 die Grenzwerte einhalten“, sagte Krautzberger. „Die dunkelblaue würde später eingeführt und wäre insbesondere in hoch belasteten Städten nötig.“ Die Behördenchefin reagiert damit auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig. Die Richter hatten Fahrverbote für Diesel-Autos in Städten grundsätzlich erlaubt, allerdings nur als letztes Mittel und wenn dabei die Verhältnismäßigkeit, etwa durch Ausnahmen, gewahrt werde. (mfz)