Erste GPRS-Dienste starten in den USA
Der US-amerikanische Telecom-Riese AT&T startete in Seattle mit GPRS fĂĽr schnelle Datendienste per Handy.
Als erster US-amerikanischer Mobilfunkanbieter startete nun AT&T Wireless am gestrigen Dienstag mit GPRS-Diensten in Seattle (Bundesstaat Washington). Der schnelle Datenservice soll neben Telefonieren auch zügiges Internetsurfen über ein GSM-Mobilfunknetz ermöglichen. Entsprechende Handys können ständig online nach neuen E-Mails forschen, da GPRS nicht verbindungsorientiert arbeitet – GPRS wird daher nicht nach Online-Zeit, sondern nach Datenvolumen abgerechnet.
Der Netzbetreiber will den Datendienst zunächst Geschäftskunden zusammen mit einem GPRS-Handy von Motorola anbieten. Bis Ende des Jahres soll das GPRS-Netz etwa 40 Prozent aller US-amerikanischen Bürger zur Verfügung stehen. Den Endausbau will AT&T Wireless bis Ende 2002 erreichen. Ab Anfang nächsten Jahres sieht die Planung des Unternehmens die Einführung der leistungsfähigeren EDGE-Dienste (Enhanced Data rates for GSM Evolution) vor, ab 2003 soll UMTS folgen.
AT&T war einer der ersten der ganz großen Telecom-Konzerne in den USA, der den Start eines eigenen GSM-Netzes ankündigte, um schnellere Datendienste anbieten zu können. Die meisten US-amerikanischen Anbieter von Mobilfunknetzen nach dem europäischen GSM-Standard sind eher kleinere Firmen mit regional beschränkten Netzen. (rop)