Facebook bevorzugt lokale Nachrichten nun weltweit
In den Newsfeeds der Facebook-Nutzer sollen künftig mehr lokale Nachrichten zu lesen sein. Diese Bevorzugung galt zunächst nur für die USA – jetzt gilt sie weltweit.
Irgendwie muss das Tagesgeschäft auch bei Facebook weitergehen – trotz massiven Datenskandals. Und so verkündete das soziale Netzwerk am gestrigen Montag, dass es lokale Nachrichten im Newsfeed bevorzugt anzeigt. Die Änderung hatte Facebook bereits Ende Januar angekündigt, zunächst aber nur für die USA. Ab sofort gilt das Update für alle Länder und alle Sprachen. "Damit erhalten Menschen auf der ganzen Welt mehr Nachrichten auf Facebook von lokalen Quellen", schreibt Alex Hardiman, Head of News Product. Die Einträge sollen die Geschehnisse in der Stadt besser abdecken.
Think global ...
Die Änderung ist Teil eines großen Kurswechsels bei Facebook, der jedoch durch den Skandal um Cambridge Analytica aus dem Fokus der Öffentlichkeit geraten ist. Vor einer Weile hatte Facebook erklärt, weniger Inhalte von öffentlichen Facebook-Seiten in den Streams der Nutzern anzuzeigen. Stattdessen sollten wieder mehr persönliche Inhalte zu sehen sein, was Fake-News-Seiten schwächen soll. Seiten-Betreiber und Medienhäuser machten sich jedoch schnell Sorgen um ihre Reichweiten: Für viele ist Facebook ein wertvoller Traffic-Lieferant.
... act local
Zumindest Anbieter von Lokalnachrichten können aufatmen: Facebook ist der Ansicht, dass die Nutzer besonders an lokalen Nachrichten interessiert seien. Zudem gebe es einen positiven Zusammenhang zwischen dem Konsum von Lokalnachrichten und dem zivilen Engagement. Facebook will weiterhin daran arbeiten, "high quality news" im Feed zu bevorzugen. Als Quellen sollen "vertrauenswürdige" und "relevante" Anbieter dienen. (dbe)