IDF: Intel will stationäre und mobile Netze verschmelzen
Mit einer ganzen Palette neuer Hardwarekomponenten und Entwicklertools will Intel stationäre und mobile Netzwerke der Zukunft zusammenschweißen.
Mit einer ganzen Palette neuer Hardwarekomponenten und Entwicklertools will Intel stationäre und mobile Netzwerke der Zukunft zusammenschweißen. Eine einheitliche Technologie für Sprach- und Datenübertragung ist dabei laut Intel die vorrangige Herausforderung für künftige Netzwerkarchitekturen. Während ihrer Keynotes auf dem Intel Developer Forum (IDF) haben die Vizepräsidenten Ron Smith und Mark Christensen, verantwortlich für Wireless Computing beziehungsweise Network Communications, Intels Internet Exchange Architecture (IXA) für stationäre sowie die Personal Internet Client Architecture (PCA) für Verbindungen zu mobilen Clients als die Schlüsselkomponenten in Intels Netzwerkstrategie bezeichnet.
Neben dem nach Intel-Angaben weltweit ersten Gigabit Ethernet Controller auf einem Chip stellte Christensen eine ganze Reihe neuer Komponenten für optische Netzwerke vor. Diese basieren auf "Forward Error Correction", mit der die maximale Länge von Glasfaserleitungen bei Transferraten von 10 GBit/s um bis zu 400 Prozent erweitert werden können soll, ohne dass teure Verstärker notwendig sind. Vor allem aber lassen sich Daten über verschiedene Techniken wie ATM, Packet over SONET, Packet over Fiber und 10 Gigabit Ethernet übertragen.
Auf Client-Seite soll der Persistant Storage Manager 3.0 (PSM), Teil von Intels Flash-Memory-Familie, einfachere Speicherdesigns für Handhelds und Smartphones ermöglichen. In Verbindung mit StrataFlash kombiniert PSM alle nichtflüchtigen Speicherfunktionen unter einem Dach, indem die Software als Daten- und Medienmanager dient sowie Code Execution, File Storage und Registry Backup ermöglicht. Auch wenn es in der langjährigen Ehe zwischen Intel und Miocrosoft schon einmal kriselt, hat es Intel sich nicht nehmen lassen, den PSM auf Windows CE zuzuschneiden.
Damit auch alles schön in den Händen Intels bleibt, machte Smith der Entwicklergemeinde die Bibliotheken mit den Namen Integrated Performance Primitives (IPP) für StrongARM- und Xscale-Prozessoren schmackhaft. Mit Hilfe der IPPs lassen sich, so zumindest die Versprechungen, Applikationen für StrongARM und Xscale ohne großen Aufwand erstellen und auf jeden anderen Intel-Prozessor portieren. Ein konkretes und äußerst unterhaltsames Beispiel für IPP zeigte der Profi-Musiker und Beatnik-Gründer Thomas Dolby Robertson mit der Beatnik Audio Engine für Wiedergabe in CD-Qualität. Unter dem Beifall des Publikums "entfernte" er die Stimme von Britney Spears aus einem ihrer Songs, um sich in Karaoke zu versuchen. Wer allerdings glaubte, die Engine könne in Echtzeit filtern, wurde getäuscht, denn Robertson blendete lediglich die Stimme wie bei einem Mischpult-Kanal aus. (Natalia Pander, Matthias Holtz) / (jk)