WorldCom schickt 6000 Mitarbeiter nach Hause

Der Preiskrieg bei Ferngesprächen und neue Konkurrenten auf dem Mobil- und Internetmarkt werden als Gründe angegeben.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der US-amerikanische Telecom-Riese WorldCom hat seine Ankündigung wahr gemacht und weiteren 6000 Mitarbeitern die Entlassungsschreiben ins Haus geschickt. Trotz Gewinnen in Höhe von 736 Millionen US-Dollar im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres verfolgt WorldCom damit weiter einen harten Rationalisierungskurs.

Gehen müssen vor allem Mitarbeiter aus dem Long-Distance-Bereich. Der Preiskrieg mit AT&T und Sprint bei Ferngesprächen und neue Konkurrenten auf dem Mobiltelefon- und Internetmarkt hätten zu dieser Entwicklung geführt, war aus dem Firmenumfeld zu vernehmen. In den USA ist WorldCom zurzeit der zweitgrößte Anbieter von Telefon-Ferngesprächen.

WorldCom hatte sich im November in die zwei Tochtergesellschaften WorldCom und MCI aufgesplittet, ohne allerdings die rechtliche Form des Gesamtunternehmens zu ändern. Während MCI unter anderem für das Geschäft mit Dial-Up-Internet und für den Telefon-Großhandel zuständig ist, konzentriert sich WorldCom jetzt auf die Geschäftsbereiche Datenfernübertragung, Web-Dienstleistung und das internationale Geschäft. (pmz)