mb Software stellt Insolvenzantrag
Die schlechten Nachrichten vom Neuen Markt reißen nicht ab: Die Hamelner mb Software AG ist zahlungsunfähig.
Die schlechten Nachrichten vom Neuen Markt reißen nicht ab: Die Hamelner mb Software AG ist seit dem heutigen Freitag zahlungsunfähig. Beim Amtsgericht in Hameln sei Insolvenzantrag gestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Die Mittel des Unternehmens seien nicht mehr ausreichend, um den Verbindlichkeiten nachzukommen, hieß es. Nach einer umfangreichen Sanierung solle das Geschäft aber weitergeführt werden.
Der Vorstand hatte die Schwierigkeiten vor allem mit einer umfangreichen Bilanzbereinigung und der Branchensituation am Bau begründet. In einem Aktionärsbrief hatte der Vorstand geschrieben: "Wir sind in großem Maße von der Baubranche abhängig." Das Unternehmen hat sich auf Software-Lösungen für den Bau spezialisiert und beliefert nach eigenen Angaben 55.000 Kunden.
Bereits Ende Juni hatte die Firma mitgeteilt, dass der Verlust für das Geschäftsjahr 2000/2001 deutlich höher als die erwarteten 7 Millionen Euro ausfallen werde. Vor allem außerplanmäßige Abschreibungen bei den Beteiligungen hatten das Ergebnis nach unten gedrückt. Gleichzeitig hatte der Umsatz mit 41,1 Millionen Euro die Erwartungen übertroffen.
Gespräche, die in den vergangenen Tagen mit Investoren aus dem In- und Ausland geführt wurden, hätten nicht mehr rechtzeitig beendet werden können, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. mb Software habe kein neues Geld heranziehen können. Die Führung strebe nun an, das Unternehmen weiterzuführen. Dazu müsse ein umfangreiches Sanierungs- und Restrukturierungskonzept umgesetzt werden. mb Software wolle sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren und von nicht profitablen Bereichen trennen. (dpa) / (jk)