Fahrbericht: SsangYong Musso e-XDi 220 4WD
Eng mit dem GelÀndewagen Rexton verwandt ist der neue Pritschenwagen Musso. Bis zur B-SÀule sind die beide Modelle des koreanischen Autobauers SsangYong nahezu identisch, doch hinter der zweiten Sitzreihe bietet der Musso eine kurze, offene LadeflÀche von 1,30 Metern LÀnge
- mit Material von pressinform
Der Rexton ist schon lĂ€nger eine robuste GröĂe im Programm des koreanischen Autobauers SsangYong, ein echter GelĂ€ndewagen mit Leiterrahmen und Nutzwert. Eng mit dem Rexton verwandt ist der neue Pritschenwagen Musso. Bis zur B-SĂ€ule sind beide Modelle nahezu identisch, doch hinter der zweiten Sitzreihe bietet der Musso eine offene LadeflĂ€che von 1,30 Metern LĂ€nge.
Auf der Pritsche lassen sich je nach Variante bis zu 850 Kilogramm befördern, eine stabile Kunststoffwanne soll LackschĂ€den verhindern. Dank Leiterrahmen kann der Pick-Up bis zu drei Tonnen an den Haken nehmen. SsangYong gibt fĂŒr eine gestrichen gefĂŒllte Ladepritsche eine KapazitĂ€t von etwas mehr als 1000 Litern an. Die BordwĂ€nde wirken im Vergleich mit anderen Pick-Up-Modellen zwar höher, doch liegt das vor allem daran, dass sie unterhalb der LadeflĂ€che, besonders hinter der Hinterachse, weit nach unten ragen. Die LĂ€nge der Pritsche jedoch ist unterdurchschnittlich. BranchenĂŒblich sind bei Doppelkabinern dieses Formats rund eineinhalb Meter LĂ€nge (und Breite).
Fahrbericht: SsangYong Musso e-XDi 220 4WD (13 Bilder)

(Bild: SsangYong)
Langversion in Vorbereitung
Das scheint man auch bei SsangYong erkannt zu haben, denn Ende des Jahres kommt eine XL-Version mit normalgroĂer LadeflĂ€che. Die Langversion soll dann wie der jetzige Rexton 3,5 Tonnen ziehen und auf der offenen LadeflĂ€che mehr als eine Tonne transportieren dĂŒrfen. Damit wird der koreanische Pickup in diesen Belangen konkurrenzfĂ€hig zu den kleinen japanischen (französischen und deutschen) Pritschenwagen, mit ihrer ĂŒblicherweise rund einen Tonne plus ein bisschen Nutzlast.
Keine Wahl bleibt zwischen verschiedenen Kabinenaufbauten. Statt die ĂŒblichen Versionen Einzel-, Eineinhalb- und Doppelkabine anzubieten, beschrĂ€nkt SsangYong sich auf die letztere. Der Sitzkomfort vorn ist besonders auf den optionalen Ledersitzen gut, hinten können zumindest zwei Erwachsene bequem sitzen. Die RĂŒckbank bietet eine Neigungsverstellung von bis zu 27 Grad. Das ist wiederum nur möglich, weil die Kabine auf Kosten der LadeflĂ€che lĂ€nger ist. In den meisten anderen Doppelkabinern mit dem typischen Radstand (Mitsubishi L200: drei Meter, Nissan Navara aka Mercedes X-Klasse: 3,20 Meter, SsangYong Musso: 3,10 Meter) ist daher zwar mehr Platz auf der Pritsche, aber weniger im Innenraum. Je nach geplanter Anwendung könnte diese spĂŒrbare Unterschied durchaus ein Kaufkriterium sein.
Das Cockpit bietet zwischen den beiden Uhren ein Infodisplay, das sich ĂŒber Lenkradtasten einfach bedienen lĂ€sst. Die Mittelkonsole beherbergt einen 9,2 Zoll groĂen Multifunktionsbildschirm, ĂŒber den sich per Touchfunktion Einstellungen, Navigations- oder Soundsystem ansteuern lassen. Darunter gibt es ebenfalls Taster fĂŒr Klimatisierung sowie die optionale Sitzklimatisierung.