Italienischer Regulierer prüft Großhandelsflatrate

Eine Ankündigung der italienischen Regulierungsbehörde sorgt in Deutschland für neuen Streit um die Flatrate.

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Die italienische Regulierungsbehörde Agcom prüft derzeit die Einführung einer Großhandelsflatrate nach dem britischem FRIACO-Vorbild. Damit will die Behörde sicherstellen, dass Italien "den Anschluss an die europäischen Länder bei den Internet-Tarifen nicht verliert".

Die Ankündigung der Italiener heizt den in Deutschland geführten Streit um die Flatrates weiter an. So meinte der Sprecher der Initiative "Internet ohne Taktung" Phillip Sudholt: "Dass nun bald jeder Italiener, egal ob in Sizilien oder in Venedig, günstiger ins Internet kommt als hierzulande, ist gut für die Italiener aber gleichzeitig ein Schlag ins Gesicht der Deutschen Verbraucher. Dass selbst in Italien nun eine Großhandelsflatrate nach dem FRIACO-Modell eingeführt wird, entlarvt einmal mehr die vorgeschobenen und seit jeher völlig unglaubwürdigen Argumente der Deutschen Telekom gegen die Flatrate als pure Verbrauchertäuschung."

Ähnlich äußerte sich auch AOL: "Immer mehr Länder erkennen, dass die Internet-Zukunft Europas eine Flatrate-Zukunft ist. Nur Deutschland verharrt in der Flatrate-Steinzeit. Wir hoffen, dass die Flatrate-Evolution auch bei uns bald mit Highspeed voran schreitet", kommentierte Sprecher Jens Nordlohne gegenüber heise online. Die Telekom wies die Vorwürfe prompt zurück. Sprecher Ulrich Lissek meinte gegenüber heise online: "Wenn man aus der Steinzeit raus will, geht man den breitbandigen Weg, und dafür gibt es bereits eine Flatrate: DSL". (axv)